Politik

Für Nahost "nötiger denn je": Ban will die Zwei-Staaten-Lösung

Der Nahe Osten gleicht nicht erst seit dem Raketenkrieg zwischen Israel und den Palästinensern einem Pulverfass. Zu den aktuellen Brandherden gehören Syrien und Ägypten genauso wie der Iran. Die UN wollen aus dem Nahen Osten eine atomwaffenfreie Zone machen.

Ban macht Druck. Eine umfassende Lösung für Nahost müsse her.
Ban macht Druck. Eine umfassende Lösung für Nahost müsse her.(Foto: AP)

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Israel und die Palästinenser zu neuen Anstrengungen aufgerufen, um eine Zwei-Staaten-Lösung zu finden. Eine solche Lösung sei "nötiger denn je", um Besatzung und Konflikt zu beenden, sagte Ban bei der Eröffnung eines neuen Zentrums für den interreligiösen Dialog in Wien. Er sei entschlossen sicherzustellen, dass die Einigung auf eine Waffenruhe zwischen beiden Seiten in der vergangenen Woche von Dauer sei, fügte Ban hinzu.

Dies sei jedoch nicht genug - vielmehr müssten die tieferliegenden Probleme angegangen werden. "Unser Ziel ist ein gerechter und umfassender Frieden", sagte Ban. Nur so könne anhaltende Sicherheit für alle hergestellt werden.

Zuvor hatte sich Ban für eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten ausgesprochen. Mit der Unterstützung Russlands, den USA und Großbritanniens könne schon 2013 eine entsprechende Konferenz einberufen werden. Deren Ziel soll der gemeinsame Beschluss aller Nahostländer sein, ihre Region von nuklearen und anderen Massenvernichtungswaffen freizuhalten, sagte Ban. Als Gastgeber für die Konferenz habe sich Finnland angeboten.

Israel soll bisher als einziges Nahostland über nukleare Sprengsätze verfügen, bestätigt den Besitz von Kernwaffen aber nicht. Sorge bereitet der Region vor allem das iranische Atomprogramm, das nach Angaben der Regierung in Teheran aber nur der friedlichen Nutzung der Atomenergie dienen soll.

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Quelle: n-tv.de

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