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Montag, 02. Mai 2016

Krawalle in Berlin und Hamburg: Bei Mai-Demos fliegen Steine und Flaschen

Linksautonome attackieren Polizisten mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörper. Die Beamten stürmen in die Menge und greifen einzelne Randalierer heraus. Am späteren Abend beruhigt sich die Lage wieder.

In Berlin und Hamburg ist es am Sonntagabend bei sogenannten Revolutionären Mai-Demonstrationen zu Ausschreitungen gekommen. In beiden Städten attackierten Linksautonome Polizisten mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörper. In Hamburg löste die Polizei den Demonstrationszug unter Einsatz von Wasserwerfern auf. In Berlin stürmten Beamte in die Menge und griffen einzelne Randalierer heraus. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Die Polizei war mit 1200 Einsatzkräften vor Ort.
Die Polizei war mit 1200 Einsatzkräften vor Ort.(Foto: dpa)

In Berlin-Kreuzberg hatten sich nach Angaben der Polizei rund 13.000 Menschen einem Demonstrationszug von Linksautonomen angeschlossen. Die Veranstalter sprachen von 20.000 Teilnehmer. Mehrere Tausend, zum Teil schwarz gekleidete Menschen waren zunächst durch das "Myfest" gelaufen. Die Polizei hatte die Strecke durch das Straßenfest aus Sicherheitsgründen zwar untersagt, griff aber nicht ein.

Nach dem Ende der Demonstration kam es zu einem kurzzeitigen Gewaltausbruch in Kreuzberg. Zumeist schwarz gekleidete Teilnehmer attackierten Polizisten mit Steinen und Flaschen. Die Beamten stürmten in die Menge und griffen einzelne Randalierer heraus. Am späteren Abend beruhigte sich die Lage wieder. Die Menge begann, sich zu zerstreuen. Sanitäter behandelten Verletzte mit blutenden Wunden.

Im Hamburg löste die Polizei die Kundgebung Linksautonomer auf, nachdem aus dem Demonstrationszug mehrfach Feuerwerkskörper, Böller und Flaschen geworfen worden waren. Die Sicherheitskräfte setzten auch Wasserwerfer ein. Der Kundgebung hatten sich nach Schätzung der Polizei rund 1900 Teilnehmer angeschlossen. Die Polizei nahm mehrere junge Leute fest, die selbstgebastelte Sprengkörper mit sich führten. Für einen sicheren Abtransport mussten die Entschärfer der Polizei anrücken.

In einer vorläufigen Zwischenbilanz sprach die Hamburger Polizei am frühen Montagmorgen von 20 vorläufigen Festnahmen und 21 Ingewahrsamnahmen. Ein Polizeisprecher sagte, es habe jedoch weniger Auseinandersetzungen und Festnahmen als im Vorjahr gegeben. 

Quelle: n-tv.de

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