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AfD-Chefin Frauke Petry kann sich freuen: Beim Wahlkampf muss sie nicht sparen.
AfD-Chefin Frauke Petry kann sich freuen: Beim Wahlkampf muss sie nicht sparen.(Foto: dpa)

Über drei Millionen Euro: Bericht: AfD schwimmt in Spendengeldern

Die Alternative für Deutschland startet mit dickem Portmonee ins Wahljahr: Trotz einer Änderung des Parteiengesetzes sind die Finanzen gesichert. Bei dem Spendenaufruf kam weit mehr Geld zusammen als zuvor durch den Goldhandel.

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Die Alternative für Deutschland (AfD) schwimmt im Geld: Rund 3,1 Millionen Euro sollen der rechtspopulistischen Partei einem Zeitungsbericht zufolge für den bevorstehenden Wahlkampf zur Verfügung stehen. Geld, das nicht allein durch den Spendenaufruf vom Dezember zusammenkam. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sammelten auch Landes- und Kreisverbände ein stolzes Sümmchen ein - und zwar über eine Million Euro.

Hintergrund ist eine Änderung des Parteiengesetzes, das die Bundesregierung im vergangenen Dezember beschlossen hatte. Demnach darf die AfD künftig nicht mehr ein Schlupfloch nutzen, das die Parteifinanzen bisher über Wasser gehalten hat - den Goldhandel. Auf die Einnahmen daraus gibt es seit Jahresanfang keine staatlichen Zuschüsse mehr. Um nicht pleite zu gehen, startete die Parteispitze einen Spendenaufruf. Innerhalb von nur dreieinhalb Wochen gelang es, die notwendigen zwei Millionen Euro zu beschaffen.

2,4 Millionen Euro vom Staat

Mit den zusätzlichen 1,1 Millionen Euro aus den Regionalverbänden stehe die AfD nun "im Vergleich zur alten Gesetzgebung besser da als vorher", frohlockte AfD-Schatzmeister Klaus Fohrmann in einer internen Rundmail, aus der die Zeitung zitiert. Der Angriff "auf unsere finanzielle Grundlage" sei "gründlich zunichte gemacht" worden. Für die eingegangenen Spenden kann die Partei sogar noch einmal mit einem 400.000-Euro-Zuschuss rechnen. Zwei weitere Millionen legt der Staat als Teilfinanzierung der Wahlkampfkosten drauf.

In Gänze stehen der AfD fürs laufende Jahr übrigens stolze 6,4 Millionen Euro zur Verfügung - einem Sprecher zufolge rechnete die Partei bisher mit "nur" fünf Millionen. Geld, das wohl in den Wahlkampf fließen wird. In fünf Bundesländern wird 2016 gewählt - darunter Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Berlin.

Quelle: n-tv.de

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