Politik

Haus statt Höhle: Bin Laden angeblich in Pakistan

Die NATO vermutet Osama bin Laden offenbar im Nordwesten Pakistans. Der Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida lebe in relativem Komfort, berichtet CNN unter Berufung auf eine NATO-Quelle. "Niemand von Al-Kaida lebt in einer Höhle", heißt es. Die Terroristen stünden vielmehr unter dem Schutz von Ortsansässigen und der pakistanischen Geheimdienste.

Aktuelle Bilder von Bin Laden gibt es nicht. So stellt sich das FBI den Al-Kaida-Führer heute vor.
Aktuelle Bilder von Bin Laden gibt es nicht. So stellt sich das FBI den Al-Kaida-Führer heute vor.(Foto: REUTERS)

Der Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida, Osama bin Laden, versteckt sich angeblich im Nordwesten Pakistans. Das berichtet der US-Sender CNN unter Berufung auf eine anonyme Quelle in der NATO. Sein Stellvertreter Ayman al-Zawahiri verstecke sich ganz in der Nähe, jedoch nicht am gleichen Ort.

Beide seien in Häusern versteckt, nicht in Höhlen. "Niemand von Al-Kaida lebt in einer Höhle", zitiert der Sender seine NATO-Quelle. Die Al-Kaida-Führung lebe vielmehr in relativem Komfort unter dem Schutz von Ortsansässigen und Mitgliedern der pakistanischen Geheimdienste.

Pakistan bestreitet, Al-Kaida Schutz zu gewähren. Nach offiziellen Angaben haben die USA schon seit Jahren keine bestätigten Informationen über den Aufenthaltsort von Bin Laden.

Dem Bericht zufolge bewegte sich Bin Laden in den vergangenen Jahren zwischen dem pakistanischen Distrikt Chitral in der Gebirgsprovinz Khyber Pakhtunktwa und dem Tal des Flusses Kurram weiter südlich, das an den Höhlenkomplex Tora-Bora in Afghanistan grenzt. Dort soll sich die Al-Kaida-Führung zu Beginn der US-geführten Invasion 2001 aufgehalten haben.

"Al-Kaida ist geschwächt"

Die pakistanischen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan sind eine Hochburg von Taliban und Al-Kaida. Chitral liegt etwas weiter nördlich.
Die pakistanischen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan sind eine Hochburg von Taliban und Al-Kaida. Chitral liegt etwas weiter nördlich.(Foto: Hbtila / Wikimedia unter cc-by-sa)

Vor knapp zwei Wochen hatte US-Generalstabschef Michael Mullen CNN gesagt, Bin Laden und Al-Zawahiri würden "irgendwann" ergriffen oder getötet. Das werde eine "sehr wichtige Etappe" im Kampf gegen den Terrorismus sein.

"Al-Kaida ist in den vergangenen zwei oder drei Jahren bedeutsam geschwächt worden", sagte der US-Admiral weiter. "Es kann aber auf keinen Fall gesagt werden, dass sie (die Terroristen) nicht mehr gefährlich sind."

Die USA greifen derzeit verstärkt mit Drohnen Ziele im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan an. Die meisten Angriffe richteten sich gegen Ziele im Stammesgebiet Nord-Waziristan, eine Region unmittelbar südlich des Kurram-Tales. Kurram wie auch Nord-Waziristan gehören zu den sogenannten pakistanischen Stammesgebieten - Regionen, in denen vorwiegend Paschtunen leben. Zur Vergeltung für die Drohnen-Angriffe greifen radikalislamische Taliban in Pakistan Tanklaster an, die Nachschub für die NATO-Truppen in Afghanistan liefern sollen.

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Quelle: n-tv.de

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