Politik

Cafés müssen umsteigen: Bloomberg verbannt Styropor

Wer in New York einen Kaffee zum Mitnehmen kauft, bekommt das Heißgetränk zumeist im Styroporbecher serviert. Bürgermeister Bloomberg ist das ein Dorn im Auge, denn das Material lässt sich nur schwer recyclen. In seinem letzten Amtsjahr will er jetzt handeln.

Bloomberg macht auch Kiffern das Leben leichter.
Bloomberg macht auch Kiffern das Leben leichter.(Foto: REUTERS)

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg hat für sein letztes Jahr im Amt mehrere Initiativen angekündigt, die er noch umsetzen will. Dazu zählen ein Verbot von Styroporbechern und -verpackungen sowie mildere Maßnahmen beim Fund kleinerer Mengen Marihuana, wie Bloomberg bei einer Rede zur Lage der Stadt erklärte.

New York gehe es "besser denn je", sagte der Milliardär im Barclays Center, dem Sitz der Baseball-Mannschaft Brooklyn Nets. Aber es gebe noch viel Arbeit zu tun und "wir haben 320 Tage, um unsere Arbeit zu beenden".

Der in Umweltfragen sehr engagierte Bürgermeister will unter anderem die in Bars, Restaurants und bei Straßenverkäufern allgegenwärtigen Styroporbecher ins Visier nehmen - Styropor sei "ein Produkt, das praktisch unmöglich zu recyclen ist und nicht abgebaut wird", sagte Bloomberg. "Das ist nicht nur schrecklich für die Umwelt, sondern auch für den Steuerzahler." Das Styropor erhöhe die Kosten für Recycling um 20 Dollar pro Tonne, weil es vorher aussortiert werden müsse.

Bei wenig Gras passiert nicht viel

Derzeit würden Menschen, die mit kleinen Mengen Marihuana festgenommen würden, häufig eine Nacht auf der Polizeiwache festgehalten, sagte Bloomberg. "Das werden wir ändern." Ab dem kommenden Monat könne jeder, der einen Personalausweis und einen Scheck als Kaution hinterlege, sofort wieder gehen. Bloombergs drittes Mandat endet im Januar 2014. Er trat sein Amt 2002 an.

Quelle: n-tv.de

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