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Ein leichter Panzer der französischen Truppen verlässt die Hauptstadt Bamako.
Ein leichter Panzer der französischen Truppen verlässt die Hauptstadt Bamako.(Foto: AP)

Franzosen wollen Diabali zurückerobern: Bodentruppen rücken vor

In Mali verstärkt Frankreich seine Armee mit Soldaten und Panzern. Die Bodentruppen machen sich von der Hauptstadt Bamako aus auf den Weg Richtung Norden. Dort wollen sie die Stadt Diabali aus den Händen der Islamisten zurückerobern.

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Bei ihrem Einsatz gegen islamistische Rebellen im westafrikanischen Mali rücken französische Bodentruppen in Richtung Norden vor. Dutzende Panzer und hunderte französische und malische Soldaten sind im Einsatz, um die Stadt Diabali im Norden des Landes zurückzuerobern. Entgegen früherer Angaben der malischen Armee hatten die Dschihadisten weiterhin die Kontrolle über die Stadt Konna, wie ein Sprecher der Gruppe Ansar Dine erklärte.

"Bis Mittwoch werden wir Diabali mit den Franzosen einnehmen", hieß es aus malischen Sicherheitskreisen. Islamisten hatten die Stadt rund 400 Kilometer nördlich von Bamako am Montag erobert. Frankreich flog daraufhin Luftangriffe auf Diabali.

Der Sprecher sagte in einem Video, die Islamisten hätten einen Überraschungsangriff auf Konna gestartet, nachdem die Regierung nicht habe überzeugt werden können, über eine friedliche Lösung zu verhandeln. Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian bestätigte, dass die Dschihadisten weiter die zentralmalische Stadt Konna kontrollierten. Die Region ist nicht für unabhängige Beobachter zugänglich.

Mali - Land am Niger

Die US-Regierung begrüßte Frankreichs Einsatz in Mali. Eine Außenamtssprecherin sagte, die USA unterstützten Frankreich mit nachrichtendienstlichen Erkenntnissen über die Lage in Mali. Weitere Hilfen, um die Paris gebeten habe, würden geprüft.

Frankreichs Präsident François Hollande bezeichnete den Militäreinsatz als "die einzige Möglichkeit", um den Vormarsch der islamistischen Kämpfer aufzuhalten. Frankreich habe kein Interesse daran, langfristig in Mali zu bleiben, sagte er in Dubai. Vor einem Rückzug aus Mali müsse aber sichergestellt werden, dass es dort wieder Sicherheit und eine funktionierende Verwaltung gebe, dass Wahlen organisiert würden und dass keine Terroristen mehr das Land bedrohten.

Telefonleitungen gekappt

Islamistische Kämpfer kappten nach Angaben von Einwohnern der nordmalischen Stadt Gao die dortigen Telefonverbindungen. Damit sollten die Bewohner daran gehindert werden, malische und französische Militärs mit Informationen zu versorgen. Am Sonntag hatte die französische Luftwaffe mehrere Stellungen der Islamisten im Zentrum und in Vororten von Gao bombardiert, das etwa 1200 Kilometer nordöstlich von Bamako liegt. Dabei wurden vor allem Trainingslager und Depots zerstört.

Die Westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS wollte ihre Beratungen über ihren geplanten Militäreinsatz am Mittwochmorgen fortsetzen. Die ECOWAS-Eingreiftruppe soll 3300 Mann stark sein. Am Donnerstag wollen die EU-Außenminister laut Diplomaten über eine EU-Ausbildungsmission in Mali sprechen. Daran will sich auch Deutschland beteiligen.

Quelle: n-tv.de

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