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Diese Aufnahme vom Zeitpunkt der Explosion machte ein Autofahrer mit seiner Pkw-Kamera; diese sind in Russland weit verbreitet.
Diese Aufnahme vom Zeitpunkt der Explosion machte ein Autofahrer mit seiner Pkw-Kamera; diese sind in Russland weit verbreitet.(Foto: AP)

Terroristen wollen Sotschi 2014 verhindern: Bombe war mit Metallstücken gespickt

Terroristen aus dem früheren russischen Kriegsgebiet Tschetschenien wollen die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 verhindern. Sie verbreiten Angst und Schrecken und schicken "Schwarze Witwen" in den Kampf. Russland ruft zu Wachsamkeit auf.

Nach dem Terroranschlag auf einen Bus in der russischen Großstadt Wolgograd haben Rettungskräfte vier Verletzte zur Behandlung nach Moskau geflogen. Fast 30 Verletzte würden nach dem Selbstmordattentat mit insgesamt sieben Toten noch in Krankenhäusern in Wolgograd behandelt, hieß es.

In der früher als Stalingrad bekannten Stadt hatte sich am Montag eine 30 Jahre alte Islamistin - eine sogenannte Schwarze Witwe - aus dem russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus in einem Bus in die Luft gesprengt.

Der gezündete Sprengsatz habe eine Wucht von etwa einem halben Kilogramm TNT gehabt, sagte der Sprecher der obersten russischen Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin. Die Explosion sei verheerend gewesen, weil der Sprengstoff mit Metallstücken gespickt gewesen war, sagte Markin. Die Fahnder vermuten, dass Islamisten der Frau den Sprengsatz übergeben hatten. Nach den Hintermännern werde gesucht.

Ziel war möglicherweise Moskau

Nach Darstellung von Markin kam die Attentäterin mit einem Reisebus aus der dagestanischen Hauptstadt Machatschkala. Die Fahrkarte soll sie bis Moskau gelöst haben. Medien spekulierten, dass die Terroristin möglicherweise in der Hauptstadt ein Blutbad anrichten wollte. Warum sie in Wolgograd ihre Reise unterbrach und in einem Linienbus den Sprengsatz zündete, war zunächst unklar.

Das Innenministerium rief die Bevölkerung rund 100 Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Sotschi zu erhöhter Wachsamkeit auf. In Wolgograd galt eine dreitägige offizielle Trauer.

Die russische Regierung sicherte den Überlebenden und Hinterbliebenen finanzielle Hilfe zu. Mehrere Verletzte hatten bei der Detonation Gliedmaßen verloren.

Bei der Attentäterin habe es sich um die Ehefrau des Rebellenführers Dmitri Sokolow gehandelt, teilten die Ermittlungsbehörden mit. Die 30-jährige Najda Assialowa sei "kürzlich zum Islam konvertiert". Sie habe zuvor in Moskau studiert, wo sie Sokolow kennengelernt habe, und sei später zusammen mit ihm nach Machatschkala, gezogen. Radikale Kräfte kämpfen dort um die Errichtung eines von Moskau unabhängigen Kaukasusemirats.

Der Terroristenführer Doku Umarow aus dem früheren russischen Kriegsgebiet Tschetschenien hatte damit gedroht, den Terror auch ins Kernland zu tragen. Im Juli rief er dazu auf, alles dafür zu tun, um die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 zu verhindern. Die Sicherheitsvorkehrungen in dem Schwarzmeerkurort gelten bereits jetzt als extrem. Das Innenministerium hatte betont, dass Athleten und Gästen keine Gefahr drohe.

Quelle: n-tv.de

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