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Zahl der Opfer erhöht sich auf drei: Bombenterror erschüttert Amerika

Der Terror kehrt in die USA zurück: Bei Bombenanschlägen werden während des Boston Marathon drei Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Zwei Sprengsätze detonieren fast zeitgleich unmittelbar neben dem Zieleinlauf. Präsident Obama spricht von einer "Tragödie".

Obama bei einer kurzen Rede an die Nation
Obama bei einer kurzen Rede an die Nation(Foto: AP)

Die Bomben explodieren im Zieleinlauf: Tödliche Anschläge treffen den  traditionsreichsten Stadt-Marathon der Welt - ausgerechnet am Patriot's Day. Die USA werden an das Trauma des 11. September 2001 erinnert.

Präsident Obama kündigt an, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen: "Wir finden heraus, wer das war", sagte Obama in Washington. Er warnte in einer kurzen Fernsehrede an die Nation vor voreiligen Schlüssen und vermied es, von einem Terroranschlag zu sprechen. Dagegen berichtete der TV-Sender CNN unter Berufung auf FBI-Beamte, die US-Bundespolizei gehe von einem Terroranschlag aus. Vizepräsident Joe Biden sprach nach einem Bericht des TV-Senders CNN von einer Bombe.

Anschlag ohne Vorwarnung

Es handelte sich um den ersten tödlichen Terrorangriff in den USA seit den Anschlägen vom 11. September 2001. Die Hintergründe der Anschläge blieben unklar. Es hatte wohl keine entsprechenden Warnungen gegeben.

Feuer in der JFK-Bibliothek

In der JFK-Bibliothek der Metropole im Nordosten der USA brach nach Angaben der Behörden ein Feuer aus. Zunächst war berichtet worden, auch dort habe sich eine Explosion ereignet. Dies wurde später korrigiert.

Einer der Sprengsätze detonierte unmittelbar an der Ziellinie.
Einer der Sprengsätze detonierte unmittelbar an der Ziellinie.(Foto: REUTERS)

Der Nachrichtensender CNN berichtet, dass mehr als 140 Menschen in Krankenhäusern behandelt  würden. Der Gesundheitszustand von mindestens 17 Verwundeten sei  "kritisch". Unter den Verletzten sind auch Kinder. Ein Polizeisprecher sagte, die an der Marathonstrecke explodierten Bomben hätten eine starke Sprengkraft gehabt.

Wer hinter den Anschlägen stand, ist noch völlig unklar. In den ersten Stunden nach den Detonationen hatte sich niemand zu den Attentaten bekannt. Die Polizei in Boston dementierte Medienberichte, wonach ein Verdächtiger festgenommen worden sei. Die Sicherheitskräfte schalteten das Mobilfunknetz in Boston ab, um mögliche Fernzündungen zu verhindern. Über der Stadt mit 625.000 Einwohnern wurde eine Flugverbotszone eingerichtet.

Weiterer Sprengkörper entschärft

Der Bostoner Polizeisprecher Ed Davis sagte kurze Zeit nach den Explosionen, ein weiterer Sprengkörper an einem anderen Ort in Boston habe entschärft werden können. Die Untersuchungen stünden noch ganz am Anfang. Die Menschen in Boston sollten nach Hause zurückkehren und abwarten, bis die Polizei Entwarnung gebe.

 Als sich die Explosionen ereigneten, hatten die ersten Läufer bereits die Ziellinie überquert. "Ich hörte zwei sehr laute Explosionen", berichtete ein Augenzeuge. "Ich sah auch sehr, sehr schwere Verletzungen, es war das reine Chaos", sagte Chad Wells dem Sender CNN. Er hatte mit seinem Sohn den Zieleinlauf seiner Frau verfolgt, als die Bomben explodierten.

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 finden Marathonläufe und andere große Sportveranstaltungen in den USA unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen statt. Der Boston Marathon gehört zu den populärsten Rennen an der amerikanischen Ostküste. 26.000 Läufer waren in diesem Jahr wird, an den Start gegangen, unter ihnen laut Teilnehmerliste auch 247 Deutsche. Mehr als 500.000 Menschen hatten in Boston die Straßen gesäumt.

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Quelle: n-tv.de

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