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König Abdullah II. in Kampfmontur. Angeblich erwägt er, sich an Luftschlägen gegen den IS zu beteiligen.
König Abdullah II. in Kampfmontur. Angeblich erwägt er, sich an Luftschlägen gegen den IS zu beteiligen.(Foto: instagram.com/alsaeedfajer/)

Gerücht um jordanischen König: Bombt Abdullah persönlich gegen den IS?

Der jordanische König Abdullah II. hat die Rache für den vom IS ermordeten Piloten zur Chefsache erklärt. Nun spekulieren arabische Medien, ob der Generalmajor sogar persönlich einen F-16-Kampfjet besteigen könnte.

Arabische Medien spekulieren, ob König Abdullah II. von Jordanien an einem Luftschlag gegen den Islamischen Staat (IS) auf syrischem Boden teilnehmen könnte. Die meisten berufen sich auf einen Tweet der in der arabischen Welt bekannten kuwaitischen Autorin Fajer al-Said, wonach Abdullah beschlossen hätte, mit einem F-16-Kampfjet Stellungen des IS zu bombardieren.

Andere Medien verbreiteten das Gerücht unter Berufung auf den in Saudi-Arabien ansässigen Satelliten-Sender Al-Arabiya, flankiert von einem älteren Foto, das Abdullah im Cockpit eines Kampfhubschraubers zeigen soll. Nach der Ermordung des jordanischen Kampfpiloten Muaz al-Kasasbeh hatte Abdullah einen "gnadenlosen Krieg" gegen die Terrormiliz IS angekündigt.

Bestätigt ist bisher nicht, dass Abdullah persönlich in einen Kampfjet gestiegen ist oder dies vorhat. Das Portal "breitbart.com" schreibt, womöglich werde Abdullah lediglich eine Einheit befehligen, die Angriffe auf den IS fliegt. Das Bild eines bombenden Königs ist dennoch stark, bereits das Gerücht hat heftige Reaktionen im Internet hervorgerufen. Klar ist, dass es viele dem 53-jährigen Generalmajor ohne Weiteres zutrauen würden. Abdullah hat eine britische Mutter und deshalb während seiner Studienzeit in Großbritannien gelebt. Dort besuchte er die Militärakademie Sandhurst.

Die Reaktionen reichen von großer Anerkennung bis hin zu Kritik. Während manche Abdullah als großen Staatsmann und Landesvater feiern, sehen andere den Beweis, dass der haschemitische Herrscher ein Vasall des Westens sei.

Quelle: n-tv.de

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