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Ein Bild, das in die Geschichte einging:  Der Frankfurter Fotograf Kurt Strumpf fotografierte am 5. September 1972 ein Mitglied der arabischen Kommandogruppe, die Mitglieder des israelischen olympischen Teams in ihrer Unterkunft im olympischen Dorf in München als Geisel genommen hat.
Ein Bild, das in die Geschichte einging: Der Frankfurter Fotograf Kurt Strumpf fotografierte am 5. September 1972 ein Mitglied der arabischen Kommandogruppe, die Mitglieder des israelischen olympischen Teams in ihrer Unterkunft im olympischen Dorf in München als Geisel genommen hat.(Foto: AP)

Münchener Olympia-Attentat 1972: Bonn umwarb Terroristen

Jahrelang hält die frühere Bundesregierung nach dem Olympia-Attentat von München Kontakt zu den palästinensischen Drahtziehern des Anschlags, bei dem elf Israelis und ein deutscher Polizist sterben. Laut einem Medienbericht verlangt die Bundesregierung damals keine grundsätzliche Abkehr vom Terror.

Die Bundesregierung hat nach Recherchen des "Spiegels" jahrelang Kontakte zu den Hintermännern des Münchner Olympia-Attentats 1972 gepflegt. Wenige Monate nach der Geiselnahme habe Bonn einem der Drahtzieher ein Geheimtreffen mit Außenminister Walter Scheel FDP angeboten, um "eine neue Vertrauensbasis" zu schaffen, berichtete das Magazin.

Die Bundesregierung habe dabei keine grundsätzliche Abkehr vom Terror verlangt, sondern lediglich, "Aktionen auf dem Boden der Bundesrepublik" zu unterlassen. Die Palästinenser hätten im Gegenzug die politische Aufwertung der PLO gefordert. Das geht laut "Spiegel" aus Unterlagen im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes sowie im Bundesarchiv Koblenz hervor.

Die palästinensische Terrororganisation Schwarzer September hatte bei der Aktion gegen die israelische Olympia-Mannschaft elf Israelis und einen deutschen Polizisten ermordet. Auf eine Strafverfolgung der Täter verzichtete die deutsche Regierung.

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Quelle: n-tv.de

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