Politik
Die Frist für die Verhandlungen läuft bis März 2019.
Die Frist für die Verhandlungen läuft bis März 2019.(Foto: picture alliance / dpa)
Donnerstag, 15. Juni 2017

Trotz politischer Unsicherheit: Brexit-Gespräche starten wie geplant

Keine Verzögerung gibt es bei den Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Die Gespräche starten wie geplant am 19. Juni. Zuvor hatte es Spekulationen über einen Aufschub gegeben - als Reaktion auf Mays jüngste Wahlschlappe.

Die EU und Großbritannien haben sich offiziell auf einen Start der Brexit-Verhandlungen am Montag festgelegt. Das teilten der britische Brexit-Minister David Davis und EU-Chefunterhändler Michel Barnier mit. Damit bleibt es bei dem schon vor Wochen angepeilten Termin, obwohl sich die Regierungsbildung in Großbritannien verzögert.

Fast genau ein Jahr nach dem Votum der Briten für den EU-Austritt sprechen beide Seiten dann erstmals über die Bedingungen der Trennung. Die Frist für die Verhandlungen läuft bis März 2019. Die EU will zunächst über Garantien für die EU-Bürger in Großbritannien sowie über die Schlussrechnung nach mehr als 40 Jahren Mitgliedschaft und die künftige Grenze zwischen Irland und Nordirland sprechen.

Großbritannien will sofort auch über die künftigen Beziehungen und ein ambitioniertes Freihandelsabkommen reden, denn die britische Premierministerin Theresa May will das Land aus dem Binnenmarkt und der Zollunion herausführen.

Allerdings deutet sich seit der Unterhauswahl vorige Woche an, dass die Verhandlungsposition Großbritanniens etwas weicher ausfallen könnte als bisher gedacht. Die Tories hatten bei der Wahl in der vergangenen Woche überraschend ihre absolute Mehrheit im Londoner Parlament verloren und wollen nun mit Hilfe der nordirischen Protestantenpartei DUP an der Macht bleiben. Die Gespräche darüber sind noch nicht beendet. Die erste Regierungserklärung, die Königin Elizabeth II. im Parlament verlesen soll, ist für Mittwoch kommender Woche geplant.

Quelle: n-tv.de

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