Politik
Die veranschlagten 17 Milliarden Euro werden vermutlich nicht reichen, berichtet die "Welt".
Die veranschlagten 17 Milliarden Euro werden vermutlich nicht reichen, berichtet die "Welt".(Foto: obs)
Dienstag, 29. Dezember 2015

Kosten der Flüchtlingskrise: Bundesländer planen 17 Milliarden Euro ein

Vier Milliarden Euro will NRW ausgeben, Bayern über drei. Für das kommende Jahr rechnen die Bundesländer einem Bericht zufolge mit Milliardenkosten für die Flüchtlingshilfe. Die Rechnung hat einen Haken.

Für das Jahr 2016 rechnen die deutschen Bundesländer mit Kosten von rund 17 Milliarden Euro für die Unterstützung von Flüchtlingen. Das berichtet die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf eine Umfrage unter den 16 Länderfinanzministerien.

Den höchsten Betrag plant demnach Nordrhein-Westfalen ein: rund vier Milliarden Euro will das Bundesland für die Flüchtlingshilfe ausgeben. Bayern kalkuliert mit 3,3 Milliarden, Baden-Württemberg mit rund 2,2 Milliarden Euro berichtet das Blatt. Die geringsten Kosten erwartet das Saarland mit rund 100 Millionen Euro.

Letztendlich könnten diese Beträge jedoch noch deutlich steigen. Die Angaben zu den Kosten im kommenden Jahr trafen die Ministerien auf der Basis der letzten offiziellen Prognose des Bundes zum Flüchtlingsandrang. Nach dieser Prognose sollten 2015 rund 800.000 Schutzsuchende nach Deutschland kommen - in der Realität werden es jedoch vielmehr über eine Million sein.

Quelle: n-tv.de

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