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Im Bundeskanzleramt ist man wenig erfreut über das Ausplaudern interner Angelegenheiten.
Im Bundeskanzleramt ist man wenig erfreut über das Ausplaudern interner Angelegenheiten.(Foto: picture alliance / dpa)

"Whistleblower" gesucht: Bundesregierung will Anzeige erstatten

Interna des Verfassungsschutz, die technische Ausrüstung des BND - das sind Dinge, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Doch es scheint "Whistleblower" zu geben, die solche Informationen ausplaudern. Das glaubt zumindest die Bundesregierung.

Die Bundesregierung will Strafanzeige gegen unbekannt erstatten - Grund dafür sind Enthüllungen über die Arbeit der deutschen Geheimdienste. Das berichtet der "Spiegel". Dem Blatt zufolge soll bereits Anfang Dezember bei der Staatsanwaltschaft Berlin eine entsprechende Anzeige wegen des "Verrats von Dienstgeheimnissen" eingehen.

Hintergrund der geplanten Strafanzeige sind nach Angaben des Spiegel Medienberichte, in denen interne vertrauliche Erkenntnisse zum Absturz der Passagiermaschine MH17, zur Arbeit des Verfassungsschutzes und Details zur technischen Ausrüstung des Bundesnachrichtendienstes enthüllt wurden. Das Bundeskanzleramt geht offenbar davon aus, dass zuvor vertrauliche Regierungsinformationen durch sogenannte "Whistleblower" an die Öffentlichkeit gebracht wurden.

Wie das Blatt weiter berichtet, hatte Kanzleramtschef Peter Altmaier bereits im Oktober davor gewarnt, die Regierung würde gegen den Verrat von Interna "im Wiederholungsfall" strafrechtlich aktiv werden.

Quelle: n-tv.de

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