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Ein Panzer Leopard 2A6 der Bundeswehr fährt 2014 über einen Truppenübungsplatz im niedersächsischen Bergen.
Ein Panzer Leopard 2A6 der Bundeswehr fährt 2014 über einen Truppenübungsplatz im niedersächsischen Bergen.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 14. Dezember 2016

Zur Abschreckung von Russland: Bundeswehr schickt 26 Panzer nach Litauen

Im Oktober bestätigt die Bundesregierung, dass sie neben Hunderten Soldaten auch Panzer zur Nato-Aufrüstung nach Osteuropa verlegt. Jetzt gibt die Bundeswehr bekannt, wie viele Panzer und welche Typen es sind.

Die Bundeswehr wird im Februar bis zu 500 Soldaten mit 26 Panzern und etwa 170 weiteren Militärfahrzeugen in Litauen stationieren. Sie sollen zur Abschreckung Russlands im östlichen Nato-Gebiet beitragen. Insgesamt werden dazu 4000 Soldaten in die drei baltischen Staaten und nach Polen geschickt.

"Ich denke, dass die Nato hier ein starkes Zeichen innerhalb der Bündnissolidarität zeigt", sagte der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122 aus dem bayerischen Oberviechtach, Christoph Huber, auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr.

300 Soldaten seines Bataillons sind der Kern der Litauen-Truppe. Unterstützt werden sie von 150 bis 200 Sanitätern, Feldjägern und Pionieren. Bei den Panzern handelt es sich um 20 Schützenpanzer vom Typ Marder und sechs Kampfpanzer Leopard 2.

Angeführt von den deutschen Soldaten sollen Kräfte aus den Niederlanden, Belgien und Norwegen auf dem litauischen Stützpunkt Rukla stationiert werden. Litauen investiert dafür 5,8 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur.

Die Nato hatte im Juli beschlossen, als Konsequenz aus der Ukraine-Krise erstmals größere Truppenverbände in Osteuropa zu stationieren. Das Ergebnis ist das größte Nato-Aufrüstungsprogrammes seit dem Kalten Krieg. Deutschland hat zugesagt, in Litauen die Führung der multinationalen Truppen zu übernehmen. In Polen sind die USA verantwortlich, in Lettland die Kanadier und in Estland die Briten.

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Quelle: n-tv.de

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