Politik
Eine Heron TP beim Start: Die Drohne kann auch Raketen tragen.
Eine Heron TP beim Start: Die Drohne kann auch Raketen tragen.

Statt amerikanischer Predator: Bundeswehr will israelische Drohnen

Nach dem Debakel bei der "Euro Hawk"-Entwicklung entscheidet die Bundesregierung 2015, Drohnen von außerhalb einzukaufen. Nun fällt die Wahl offenbar auf ein israelisches Modell das Raketen auf Bodenziele feuern kann.

Die Bundeswehr will einem Pressebericht zufolge israelische Aufklärungsdrohnen des Typs Heron TP erwerben, die auch bewaffnet eingesetzt werden können. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete, das Verteidigungsministerium habe sich für die Heron TP und damit gegen das US-Konkurrenzmodell des Typs Predator entschieden. Demnach sollen die unbemannten Flugzeuge vor allem zur Aufklärung eingesetzt werden, doch können sie auch Raketen auf Bodenziele abfeuern.

"Ein Jahr nach der grundsätzlichen Entscheidung der Ministerin, bewaffnungsfähige Drohnen für die Bundeswehr zu beschaffen, wurde nun festgelegt, ein israelisches Modell zu beschaffen", sagte der Grünen-Wehrexperte Tobias Lindner. Die Heron TP soll als vorübergehende Lösung beschafft werden und später durch eine waffenfähige Drohne ersetzt werden, die derzeit mit Frankreich und Italien entwickelt wird und etwa 2025 in die Produktion gehen soll.

Deutschland hatte die Entwicklung der Aufklärungsdrohne "Euro Hawk" im Oktober 2014 gestoppt, weil eine Zulassung für den deutschen Luftraum fehlte und die Kosten aus dem Ruder liefen. Nach dem Debakel mit dem Rüstungsprojekt suchte das Verteidigungsministerium nach einem Ersatz für die Bundeswehr, bis eine langfristige Alternative bereitsteht. Dafür wurde im Mai zusammen mit Italien und Frankreich ein eigenes Projekt in Auftrag gegeben.

Quelle: n-tv.de

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