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Sonntag, 24. September 2017

Debakel für Seehofer: CSU stürzt in Bayern ab

Enttäuschung in Bayern: Die CSU bleibt im Freistaat zwar stärkste Kraft, büßt im Vergleich zur letzten Bundestagswahl aber mehr als zehn Prozent der Stimmen ein. Parteichef Horst Seehofer erklärt das mit einer "offenen Flanke auf der rechten Seite".

Bei der bayerischen Bundestagswahl hat die CSU einer ersten Prognose des Bayerischen Rundfunks zufolge so schwach wie seit 1949 nicht mehr abgeschnitten. Konnte sie vor vier Jahren 49,3 Prozent erlangen, steht die Partei mit ihrem Spitzenkandidaten Joachim Herrmann jetzt nur noch bei 38,5 Prozent. Zuletzt hatte die CSU 2009 mit 42,5 Prozent ihr vorläufig zweitschlechtestes Wahlergebnis gehabt.

"Es gibt nichts schönzureden", sagte Parteichef Horst Seehofer. "Das Wahlergebnis ist für uns eine herbe Enttäuschung." Die CSU habe im September eine offene Flanke auf der rechten Seite gehabt. "Es kommt darauf an, dass wir diese Flanke schließen." Auch Verkehrsminister Alexander Dobrindt zeigt sich "sehr enttäuscht" vom Wahlergebnis: "Wir haben verstanden, dass wir die rechte Flanke jetzt schließen müssen."

Die AfD kommt nach ersten Hochrechnungen auf 12,5 Prozent in Bayern und bildet damit die drittstärkste Kraft. Mit dem Ergebnis liegt sie nur knapp unter ihrem bundesweiten Ergebnis. Seit der letzten Bundestagswahl 2013 konnte die Partei im Freistaat um knapp 8 Prozent zulegen.

Zweitstärkste Partei in Bayern ist nach Hochrechnungen die SPD mit 15 Prozent. Die Grünen stehen bei 10,5 Prozent, die FDP bei 10 Prozent. Die Linke erzielt 6,5 Prozent der Wählerstimmen.

Quelle: n-tv.de

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