Sonntag, 29. November 2009
Abkommen ist "unerlässlich": Commonwealth für Kopenhagen
Wenige Tage vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen haben die Commonwealth-Staaten ein rechtlich verbindliches Abkommen zum Klimaschutz gefordert. Eine solche Vereinbarung sei "unerlässlich", erklärten die Regierungschefs der 53 Commonwealth-Länder bei einem Gipfeltreffen in Trinidad und Tobago. Der Staatenbund, zu dem Großbritannien und seine ehemaligen Kolonien gehören, stellte sich in der Abschlusserklärung des Treffens außerdem hinter einen Vorschlag Großbritanniens und Frankreichs zur Einrichtung eines Fonds, in den die Industriestaaten zunächst zehn Milliarden Dollar (6,6 Milliarden Euro) zur Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern einzahlen sollen.
Beim Klimawandel sei jetzt die Zeit zum Handeln gekommen, sagte der australische Premierminister Kevin Rudd bei dem Treffen in dem karibischen Inselstaat: "Die Uhr für Kopenhagen tickt." Als Gäste hatten auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der dänische Ministerpräsident Lars Loekke Rasmussen an dem Commonwealth-Gipfel in Port of Spain teilgenommen.
Vom 7. bis zum 18. Dezember soll in Kopenhagen ein Nachfolge-Abkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll erreicht werden. Die Chancen auf einen rechtsverbindlichen Vertrag sind jedoch nahe Null. Stattdessen wird erwartet, dass sich die Konferenz lediglich auf eine politische Rahmenvereinbarung verständigt. Danach könnte im kommenden Jahr versucht werden, doch noch einen Vertrag zustande zu bringen.
hvo/AFP/dpa
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