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Ein Attentäter hatte sich in einer beliebten Einkaufsstraße in die Luft gesprengt.
Ein Attentäter hatte sich in einer beliebten Einkaufsstraße in die Luft gesprengt.(Foto: dpa)

Sicherheitshinweise: Das rät das Auswärtige Amt Türkei-Reisenden

Nach dem Selbstmordanschlag in Istanbul rät das Auswärtige Amt Reisenden, vorerst in ihren Hotels zu bleiben. Menschenansammlungen zum Beispiel rund um Sehenswürdigkeiten sollten gemieden werden. Hier die aktuellen Sicherheitshinweise.

Am Vormittag des 19. März 2016 ereignete sich in der Innenstadt von Istanbul ein Anschlag. Reisende in der türkischen Metropole werden aufgefordert, zunächst in ihren Hotels zu bleiben und sich über die Medien und die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts informiert zu halten. Reisenden in Istanbul, Ankara und anderen Großstädten der Türkei wird weiterhin zu erhöhter Vorsicht geraten. Generell wird geraten, den Anweisungen der türkischen Sicherheitskräfte Folge zu leisten.

Am 13. März 2016 kam es in Ankara zu einem Sprengstoffanschlag mit zahlreichen Toten und Verletzten. Am 17. Februar 2016 detonierte in Ankara eine Autobombe. Dabei wurden nach vorläufigen Angaben 28 Menschen getötet und über 60 verletzt. Am 12. Januar 2016 wurde auf dem At Meydani, in der Innenstadt von Istanbul, ein Terroranschlag verübt, dem deutsche Reisende zum Opfer gefallen sind.

Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen zu rechnen - insbesondere im zeitlichen Umfeld des kurdischen Newroz-Festes am 21. März 2016. Deshalb wird Deutschen, die sich in der Türkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten gemieden werden. Zudem sollte die Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Maß eingeschränkt werden. Auch bei Reisen über Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Seit Juli 2015 kommt es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen türkischen Sicherheitskräften und der terroristischen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und ihrer Splitterorganisationen. Seit 15.12. haben die türkischen Sicherheitskräfte Operationen gegen die PKK verstärkt. Insbesondere in grenznahen Regionen und Städten im Südosten des Landes muss mit längeren Ausgangssperren und bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden.

Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die Städte Diyarbakır, Mardin, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Şırnak und Hakkâri wird dringend abgeraten.

Deutschen, die sich längerfristig bzw. dauerhaft im Land aufhalten, wird empfohlen, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren (unter:http://elefand.diplo.de) und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch bei kurzfristigen Aufenthalten in den Provinzen Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, Muş, Tunceli, Şırnak, Hakkâri und Van wird eine Registrierung nahe gelegt.

Quelle: n-tv.de

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