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Nach den Syrern bilden die Afghanen die größte Gruppe der Migranten.
Nach den Syrern bilden die Afghanen die größte Gruppe der Migranten.(Foto: REUTERS)

Kein Bleiberecht: Deutschland fliegt 125 Afghanen zurück

Als Signal in der aktuellen Flüchtlingskrise fliegt Deutschland 125 Afghanen ohne Bleiberecht mit einem ersten Sonderflug in die Heimat aus. Die Chartermaschine ist bereits in Kabul gelandet. Mittlerweile gebe es genügend sichere Orte in dem Land.

Erstmals sind in Deutschland abgelehnte afghanische Asylbewerber in ihre Heimat zurückgeschickt worden. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden 125 Afghanen, die freiwillig zurückreisen wollten, weil sie in Deutschland keine Bleibeperspektive erhalten haben, nach Kabul geflogen.

Die Bundesregierung hat mit der afghanischen Führung vereinbart, dass abgelehnte Asylbewerber wieder in ihrer Heimat aufgenommen werden sollten. Die Menschen würden teilweise eine finanzielle Unterstützung erhalten, sagte Innenminister Thomas de Maizière.

Die Rückkehr der Menschen trage zum wichtigen Aufbau Afghanistans bei, sagte der CDU-Politiker. Deutschland werde Afghanistan helfen, die Gesellschaft wieder aufzubauen. "Hierin liegt auch ein Schlüssel zu einer gelungenen Fluchtursachenbekämpfung", betonte de Maizière.

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der afghanischen Flüchtlinge in Deutschland stark gestiegen. Nur ein Teil von ihnen hat eine Bleibeperspektive. Die Bundesregierung argumentiert, dass es in Afghanistan selbst ausreichend sichere Gegenden für Afghanen gebe, die wegen der Bedrohung durch die radikalislamischen Taliban ihre Häuser verlassen müssten.

Im vergangenen Jahr waren die meisten Flüchtlinge aus Syrien (etwa 428.500) und Afghanistan (etwa 154.000) nach Deutschland gekommen.

Quelle: n-tv.de

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