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Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze zwischen Simbach am Inn und Braunau: Bis zu 200 werden täglich zurückgeschickt.
Flüchtlinge an der deutsch-österreichischen Grenze zwischen Simbach am Inn und Braunau: Bis zu 200 werden täglich zurückgeschickt.(Foto: picture alliance / dpa)

Zehn Prozent müssen zurück: Deutschland weist täglich 200 Flüchtlinge ab

Rund 2000 Flüchtlinge strömen momentan täglich über die Grenzen in die Bundesrepublik - aber nicht alle von ihnen wollen auch bleiben. Menschen, die "diesen Schutz bei uns nicht suchen" werden abgewiesen, sagt der Bundesinnenminister.

Deutschland weist nach Regierungsangaben inzwischen jeden Tag bis zu 200 Flüchtlinge an der Grenze ab. Es würden "täglich zwischen hundert und 200 Personen von der Bundespolizei an der Grenze zurückgewiesen", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière der "Bild am Sonntag". Allein in den ersten beiden Januarwochen waren es demnach etwa 2000 Menschen. Im gesamten Oktober waren etwa 400 Menschen abgewiesen worden.

"Den Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, bieten wir in Deutschland Sicherheit und Schutz", sagte de Maizière. Dies bedeute "aber auch, dass diejenigen, die eben diesen Schutz bei uns nicht suchen, an der Grenze zurückgewiesen werden". "Wer kein Asyl in Deutschland beantragen und unerlaubt in die Bundesrepublik einreisen will, der hat auch kein Recht hier zu sein", sagte der Minister. De Maizière meint damit vor allem Flüchtlinge, deren Ziel ein anderer EU-Staat ist, in dem sie sich registrieren lassen wollen - und die die Registrierung in der Bundesrepublik deshalb vermeiden wollen.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums kann die Polizei inzwischen täglich etwa 3500 Flüchtlinge an der Grenze erkennungsdienstlich erfassen. Somit gelinge es nun, nahezu alle Asylsuchenden bereits grenznah und schon vor der Verteilung in die Bundesländer vollständig zu erfassen. Laut dem Ministerium kamen seit dem 1. Januar etwa 2000 Flüchtlinge täglich über die Grenze nach Deutschland - insgesamt also bis zum Samstag etwa 46.000.

Quelle: n-tv.de

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