Politik
Fast jeder dritte US-Bürger glaubt "überhaupt nichts" von dem, was Trump mitteilt.
Fast jeder dritte US-Bürger glaubt "überhaupt nichts" von dem, was Trump mitteilt.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 08. August 2017

Der Präsident und die Fake News: Die meisten Amerikaner misstrauen Trump

US-Präsident Trump beschimpft Medien immer wieder wegen angeblicher Fake News. Das allerdings scheint sein eigenes Image anzukratzen - drei Viertel der US-Amerikaner zweifeln an seiner Glaubwürdigkeit. Viele sind unzufrieden mit seiner Amtsführung.

US-Präsident Donald Trump wirft kritischen Medien gerne die Verbreitung angeblicher Fake News vor - doch umgekehrt zweifeln die meisten US-Amerikaner am Wahrheitsgehalt seiner eigenen Verlautbarungen. Drei Viertel von ihnen misstrauen den meisten Mitteilungen des Weißen Hauses, wie aus einer Umfrage im Auftrag des Senders CNN hervorgeht.

Fast jeder Dritte (30 Prozent) glaubt "überhaupt nichts" von dem, was aus Trumps Regierungssitz verlautet. Selbst unter Republikanern begegnet nur jeder zweite den Darstellungen des Weißen Hauses überwiegend mit Vertrauen.

Auch die sonstigen Umfragewerte des Präsidenten fallen teils desaströs aus. 6 von 10 US-Amerikanern halten Trump für unaufrichtig und nicht vertrauenswürdig. Knapp sieben Monate nach seiner Vereidigung zeigen sich zudem nur noch 38 Prozent der Befragten mit seiner Amtsführung zufrieden - ein neuer Tiefpunkt. 62 Prozent gaben an, Trumps Worte und Taten seit dem Einzug ins Weiße Haus hätten ihren Glauben schwinden lassen, dass er für das höchste Staatsamt geeignet ist.

53 Tage "Freizeit" in gut sechs Monaten

Trump befindet sich derzeit in seinem luxuriösen Privatklub in Bedminster bei New York. Er beteuert allerdings, auch dort intensiv mit den Regierungsgeschäften befasst zu sein. Er verwies darauf, dass das Weiße Haus während seiner Abwesenheit einer "langgeplanten Renovierung unterzogen" werde. Laut "New York Times" sollen im Präsidentensitz Heiz- und Klimaanlagen ausgetauscht, neue Kabel und Teppiche verlegt sowie frisch gestrichen werden.

Wie viel Zeit er in seinen Klubs tatsächlich mit Regierungsgeschäften verbringt, lässt sich schwer ermessen. Die Zeitung "Washington Post" errechnete, Trump sei bis zum vergangenen Freitag auf insgesamt 53 Tage "Freizeit" gekommen, im Vergleich zu 15 "freien" Tagen seines Vorgängers Barack Obama zum gleichen Zeitpunkt.

Quelle: n-tv.de

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