Politik
Opfer der ETA: In den letzten vier Jahrzehnten wurden 829 Menschen von der Untergrundorganisation getötet.
Opfer der ETA: In den letzten vier Jahrzehnten wurden 829 Menschen von der Untergrundorganisation getötet.(Foto: REUTERS)

Unter bestimmten Bedingungen: ETA zur Auflösung bereit

Vor einem guten Jahr hat ETA ihren bewaffneten Kampf beendet. Nun ist die baskische Untergrundorganisation zu Gesprächen über ihre Auflösung bereit. Dabei stellt sie jedoch klare Bedingungen, in denen es sowohl um die Entwaffnung als auch um ETA-Häftlinge geht.

Die baskische Untergrundbewegung ETA ist unter Bedingungen bereit, ihre Waffen abzugeben und sich aufzulösen. Eine entsprechende Erklärung soll in der baskischen Zeitung "Gara" veröffentlicht werden. Auszüge wurden bereits am Samstag im Internet verbreitet. Dort nennt die Gruppe als Bedingung für ihre Auflösung eine Übereinkunft mit den Regierungen Spaniens und Frankreichs über das Schicksal ihrer in Haft und auf der Flucht befindlichen Mitglieder.

Vor gut einem Jahr hatte die ETA bereits einen Gewaltverzicht erklärt, ihre Waffen aber bislang nicht abgegeben. Es ist jetzt das erste Mal, dass sich die ETA zu ihrer Auflösung bereiterklärt.

In den auf "naiz.info" veröffentlichten Auszügen heißt es, in den Verhandlungen mit den Regierungen in Madrid und Paris solle es neben den ETA-Häftlingen auch um "Formeln und Fristen für die Entwaffnung", die "Auflösung der bewaffneten Einheiten" und die "Demobilisierung" ihrer Mitglieder gehen. Ferner werden "Schritte und Fristen zur Demilitarisierung" des Baskenlandes gefordert. Eine Einigung in allen Punkten "würde das endgültige Ende der bewaffneten Konfrontation bringen".

Die spanische Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy lehnt allerdings jede Verhandlung mit der ETA ab und verlangt ihre bedingungslose Auflösung. Seit dem Gewaltverzicht der Gruppe wurden in Spanien und anderen europäischen Ländern rund 30 mutmaßliche Mitglieder festgenommen.

Beim bewaffneten Kampf der ETA für die Unabhängigkeit des Baskenlandes wurden in den vergangenen vier Jahrzehnten 829 Menschen getötet.

Quelle: n-tv.de

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