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Berlin-Desaster und Gesamtlage: FDP: Wähler zu ungebildet

Wie erklärt man sich bei der FDP das desaströse Abschneiden bei der Wahl in Berlin? Eine erstaunliche Antwort kommt aus dem hessischen Frankfurt am Main. Der dortige Partei-Chef Pfeil ist sich sicher: Der Wähler ist einfach - Verzeihung - zu blöd.

1,8 Prozent in Berlin, ein katastrophales Gesamtbild, Zoff in der ganzen Partei. Aber dennoch: Die Wähler sind schuld am Desaster der FDP. Dieser Meinung ist jedenfalls der Frankfurter Chef-Liberale Dirk Pfeil. Das Mitglied des hessischen Parteipräsidiums sagte in einem Interview mit der "Frankfurter Neuen Presse" zur Wahl in Berlin, die Masse sei zu ungebildet, um die Botschaft seiner Partei zu verstehen.

Dirk Pfeil, FDP-Mann aus Frankfurt.
Dirk Pfeil, FDP-Mann aus Frankfurt.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Und weiter: "Es ist schlimm, dass die Mehrheit der Bevölkerung keine politische Bildung genossen hat. Die Masse ist meinungslos, sprachlos." Deswegen, so Pfeil, werde aus der FDP nie eine Volkspartei.

Die Grünen werfen Pfeil nun fehlende Selbstreflektion vor. Statt sich zu fragen, was die Bürger der FDP bei den Wahlen sagen wollten, gehe er zur "Wählerbeschimpfung" über, erklärt der politische Geschäftsführer der hessischen Grünen, Kai Klose. "Offensichtlich hat die hessische FDP einen neuen Tiefpunkt der politischen Kultur erreicht."

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Quelle: n-tv.de

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