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Rund 300 Beamte durchsuchten zeitgleich diverse Cafés, Spielcasinos und Shisha-Bars im sogenannten Maghreb-Viertel.
Rund 300 Beamte durchsuchten zeitgleich diverse Cafés, Spielcasinos und Shisha-Bars im sogenannten Maghreb-Viertel.(Foto: dpa)

Nach Großrazzia: Festgenommene in Düsseldorf wieder frei

Bei einer großen Razzia im Maghreb-Viertel von Düsseldorf nimmt die Polizei dutzende Männer fest. Falls sich in der Gegend wirklich professionelle Räuber, Diebe und Drogenhändler treffen, wie zuvor vermutet, haben die Beamten die aber wohl verpasst.

Die bei einer Großrazzia im sogenannten Maghreb-Viertel von Düsseldorf festgenommenen 40 Männer sind allesamt wieder auf freiem Fuß. Dies teilte ein Polizeisprecher in Düsseldorf mit. Die Polizei hatte bei der Aktion vorwiegend Männer nordafrikanischer Abstammung identifiziert und durchsucht.

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Dabei hatten die Beamten alleine 38 Männer vorläufig festgenommen, gegen die der Verdacht des illegalen Aufenthalts bestand. Dem Sprecher zufolge ergab jedoch die Überprüfung, dass 33 dieser Männer sich im Asylverfahren befinden. Sie wurden ebenso auf freien Fuß gesetzt wie die übrigen fünf - letztere "im Einvernehmen mit der Ausländerbehörde", wie der Polizeisprecher sagte.

Neben diesen 38 Verdächtigen hatten die Polizisten auch einen Mann festgenommen, der bereits zur Abschiebung ausgeschrieben war, sowie einen weiteren wegen Verdachts der Hehlerei. Der bereits zur Abschiebung Ausgeschriebene wurde den Angaben zufolge nach Stellung eines Asylantrags auf freien Fuß gesetzt. Im Fall des mutmaßlichen Hehlers bestanden demnach keine Haftgründe wie beispielsweise Verdunkelungs- oder Fluchtgefahr.

Bei der Razzia hatten die Polizisten zudem sieben Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und jeweils eine Anzeige wegen Diebstahls, Betruges und eines möglichen Verstoßes gegen das Waffengesetz aufgenommen. Diese Anzeigen würden weiter bearbeitet, sagte der Sprecher.

Rund 300 Beamte hatten zeitgleich 18 Cafés, Spielcasinos und Shisha-Bars in dem Düsseldorfer Stadtviertel umstellt. Ermittlungen hatten laut Polizei ergeben, dass sich dort "zu bestimmten Zeiten Personen treffen und aufhalten, die im Verdacht stehen, Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie Straßenraub-, aber auch Drogendelikte zu begehen". Das Viertel gilt als Rückzugsort für mutmaßliche Straftäter aus Nordafrika wie zum Beispiel Taschendiebe.

Quelle: n-tv.de

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