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Drastische Maßnahme in Bornheim: Flüchtlinge bekommen Schwimmbad-Verbot

Es ist eine Maßnahme die Aufsehen erregt. In einer Kleinstadt bei Bonn verbietet ein Lokalpolitiker männlichen Flüchtlingen ins städtische Hallenbad zu gehen.

In Bornheim bei Bonn dürfen männliche Flüchtlinge nicht mehr ins städtische Hallenbad. Die Stadt habe ihnen den Zugang verboten, weil sich immer mehr Besucherinnen und Angestellte über sexuelle Belästigungen durch Männer aus einer nahen Asylbewerberunterkunft beschwert hätten, sagte Sozialdezernent Markus Schnapka.

Dabei habe es sich nicht um Straftaten gehandelt. Offenbar wurden auch keine Anzeigen erstattet. Das Verbot sei bei den Bewohnern der Unterkunft auf Verständnis gestoßen. "Sobald wir von den Sozialdiensten die Mitteilung bekommen, dass die Botschaft angekommen ist, beenden wir diese Maßnahme wieder", sagte Schnapka und bestätigte damit mehrere Medienberichte.

Wie der WDR berichtet, hatte Schnapka Asylbewerber in ihrer Notunterkunft persönlich unterrichtet. "Ich schäme mich für meine Glaubensbrüder. So etwas darf nicht passieren", zitiert der Sender einen jungen Syrer. Schnapka sagte demnach: "Ich weiß, dass ich damit den allermeisten Unrecht tue, aber ich sehe auch keine andere Möglichkeit, als dieses deutliche Zeichen zu setzen."

Die Flüchtlinge will er selbst über das westliche Frauenbild aufklären. Dazu will er mehrere Informationstage mit Dolmetschern veranstalten. "Wir sagen da ganz klar: Unser Werteverständnis zur Geschlechtergleichheit in Deutschland steht nicht zur Diskussion", sagte er laut WDR. Auch Einzelgespräche seien geplant. Zudem betonte er, dass er nichts mit rechtsgerichteten Parolen zu tun haben wolle.

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Quelle: n-tv.de

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