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James Foley wurde seit 2012 vermisst.
James Foley wurde seit 2012 vermisst.(Foto: REUTERS)

"Werdet Preis für Bomben zahlen": Foleys Eltern legen letzte IS-Mail offen

Die Familie des ermordeten US-Journalisten Foley gibt ein Dokument des Hasses frei: die letzte E-Mail der Dschihadisten-Miliz IS vor ihrer schrecklichen Tat. Darin kündigen die Terroristen an, die USA und ihre Bürger auch künftig "nicht verschonen" zu wollen.

Der Arbeitgeber des ermordeten Journalisten James Foley, die "Global Post", hat die letzte E-Mail veröffentlicht, die die Familie von IS-Terroristen erhalten hat. Den Angaben des Blattes zufolge hat die Familie dem zugestimmt. Die Mail ist an die US-Regierung und alle US-Bürger gerichtet.

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In dem Schreiben kündigt die IS den Tod Foleys an, der als direkte Folge der "Sünden" der USA bezeichnet wird. Als Auslöser für den Mord nennen die Verfasser die Weigerung des Weißen Hauses, sich auf Lösegeldforderungen und einen Gefangenenaustausch einzulassen sowie die Bombardierung von IS-Stellungen im Irak.

Die Mail enthält zudem Drohungen gegen die USA und deren Bürger. "Ihr schont nicht unsere schwachen und alten Frauen und Kinder, deshalb werden wir auch eure nicht verschonen", heißt es. Die USA werde den Preis für die Bombardierungen zahlen.

Täter ein Brite?

Foley wurde vor seinen Tod seit 2012 in Syrien vermisst. Im vergangenen November meldeten sich die Dschihadisten mit der Forderung von 100 Millionen Euro Lösegeld. Von diesem Zeitpunkt an gab es immer wieder E-Mails an die Familie Foleys. Am Dienstag dieser Woche veröffentlichte die IS dann das Video, das die Ermordung Foleys zeigt.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass die USA in einer geheimen Kommandoaktion vergeblich versucht hatten, Foley und andere Geiseln in Syrien zu befreien. Die USA stehen - im Gegensatz zu anderen Staaten - in dem Ruf, auf Lösegeldforderungen aus dem Ausland nicht einzugehen.

Experten gehen derweil davon aus, dass sich der Mann, der Foley umbrachte, lange Zeit in Großbritannien aufgehalten hat. Er spricht mit einem starken Londoner Akzent. Die britische Regierung geht davon aus, dass es sich um einen britischen Staatsangehörigen handelt.

Quelle: n-tv.de

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