Politik
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Kein Interesse am CSU-Machtkampf: Guttenberg gibt Seehofer einen Korb

CSU-Chef Seehofer wünscht eine Rückkehr von Ex-Verteidigungsminister Guttenberg in die deutsche Politik. In der Partei heißt es, Guttenberg solle Gegenspieler von Bayerns Finanzminister Söder werden. Doch der Umworbene winkt ab.

In der CSU verdichten sich die Anzeichen, Parteichef Horst Seehofer wünsche sich eine Rückkehr des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in die erste Reihe der deutschen Politik. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Guttenberg lehne eine Rückkehr vorerst jedoch ab. Die Expansion seines Unternehmens fülle ihn gänzlich aus, teilte er der "SZ" per E-Mail mit. Weiter schreibt Guttenberg: "Unabhängig davon würden die berechtigten Gründe für meinen Rücktritt sowie mein lausiger Umgang damit eine Rückkehr nicht rechtfertigen."

Seehofer erwäge, Guttenberg als Gegenspieler des aufstrebenden Finanzministers Markus Söder zurückzuholen, heißt es in der CSU. Seehofer sei nach eigenen Worten bereit, den Parteivorsitz noch in diesem Jahr vorzeitig an den CSU-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl abzugeben. Nach "SZ"-Informationen favorisiert Seehofer diese Option mit Guttenberg. Dem Blatt zufolge sagte er aber, es sei nicht an der Zeit, über Personalfragen zu sprechen.

Beim Montagtreffen nicht anwesend

Guttenberg hatte sich vor fünf Jahren wegen einer in Teilen abgeschriebenen Doktorarbeit aus der Politik verabschiedet. Er leitet von den USA aus, wo er mit seiner Familie lebt, eine Berater- und Investmentfirma. Er gehört allerdings auch dem Strategieteam der CSU an, das am Montag seine Arbeit aufnehmen wird.

Guttenberg will die CSU in außenpolitischen Fragen und bei der Digitalisierung unterstützen. Zu dem Treffen am Montag wird er jedoch nicht anreisen. In der CSU wird auch nicht ausgeschlossen, dass Seehofer entgegen seiner Ankündigung über das Jahr 2018 hinaus als bayerischer Ministerpräsident weitermacht.

Quelle: n-tv.de

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