Politik
Joachim Herrmann will in der neuen Regierung einen Ministerposten.
Joachim Herrmann will in der neuen Regierung einen Ministerposten.(Foto: dpa)
Sonntag, 15. Oktober 2017

Als Minister nach Berlin: Herrmann findet Mandat nicht so wichtig

Noch ist Joachim Hermann Innenminister in Bayern, doch der CSU-Politiker fühlt sich zu Höherem berufen. Hermann hat zwar kein Bundestagsmandat, das ist für ihn aber kein Hinderungsgrund für einen Wechsel nach Berlin.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann will auch ohne Bundestagsmandat einen Ministerposten in der neuen Bundesregierung. Auf die Frage, ob seine Motivation, von München nach Berlin zu wechseln, gesunken sei, weil er kein Direktmandat errungen habe, sagte der CSU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Nein. Natürlich wäre mir ein besseres Wahlergebnis lieber gewesen, aber wir müssen etwas für Deutschland voranbringen."

Ein Mandat verleihe zwar mehr Gewicht, sei aber keine zwingende Notwendigkeit. Es habe schon zuvor Bundesminister gegeben, die ohne Bundestagsmandat angetreten seien. "Das ist sicherlich kein K.O.-Kriterium." Er wolle das umsetzen, "was der CSU und unseren Wählern besonders am Herzen liegt", sagte Herrmann der "FAS".

Er ließ offen, ob er sich außer dem Innenministerium auch ein anderes Ressort vorstellen könne. Nach der Bundestagswahl hatte es zunächst Gerüchte gegeben, der CSU-Spitzenkandidat wolle nun doch als bayerischer Innenminister in München bleiben. Herrmann hatte bei der Bundestagswahl im September kein Mandat errungen, weil er auf Platz eins der CSU-Liste kandidiert hatte, aber nicht als Direktkandidat antrat. Die CSU holte trotz ihres schlechten Abschneidens in allen 46 Wahlkreisen in Bayern das Direktmandat.

Hermann gehört zu den Vertretern der Union für die Sondierungsgespräche, die am Mittwoch zunächst mit der FDP und am Donnerstag mit den Grünen beginnen. In dieser Gruppe ist die CSU mit zehn Teilnehmern dabei.

Quelle: n-tv.de

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