Politik

Präsident fordert 300.000 StudienplätzeHochschulen fehlen Milliarden

24.07.2012, 06:57 Uhr
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(Foto: dpa)

Laut Hochschulpräsident Hippler haben sich die Länder beim Finanzbedarf für ihre Hochschulen verrechnet. Die Institute bräuchten fünf bis sieben Milliarden Euro mehr Geld, um dem Bedarf an Studienplätzen gerecht zu werden.

Der neue Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, fordert mehr Geld für neue Studienplätze. In den kommenden zwei Jahren fehlten 300.000 Studienplätze, sagte Hippler dem "Handelsblatt". Um diese zu schaffen seien zusätzliche fünf bis sieben Milliarden Euro bis 2018 nötig.

Laut Hippler sind die Bewerbungen auf Studienplätze doppelt so stark gestiegen, wie die Länder erwartet haben: "Da haben sich die Kultusminister klar verrechnet."

Die Aufnahmekriterien zu verschärfen und damit die Zahl der Studenten zu senken, ist für Hippler keine Alternative, Deutschland brauche ja mehr Akademiker. Im Gegenteil: Hippler will den Einstieg ins Studium erleichtern, so soll ein Einstiegsjahr Orientierung bieten und Grundkenntnisse, etwa in Mathematik oder Physik, fördern. Damit könnten Abbrecherquoten gesenkt werden.

Dass die Regelstudienzeit damit stiege, ist für Hippler kein Problem: "Die Zeit des Jugendwahns ist ohnehin vorbei. Die Wirtschaft hat erkannt dass sie nicht möglichst junge Leute will, sondern Persönlichkeiten."

Quelle: ntv.de, che