Politik
Ein Bundeswehrsoldat in Mali trägt das Emblem der Vereinten Nationen am Oberarm.
Ein Bundeswehrsoldat in Mali trägt das Emblem der Vereinten Nationen am Oberarm.(Foto: REUTERS)
Montag, 12. Dezember 2016

Bundeswehr-Einsatz wird ausgeweitet: Hunderte weitere Soldaten sollen nach Mali

Im Nordwesten Afrikas ist die Bundeswehr an einem der gefährlichsten UN-Einsätze weltweit beteiligt: Die Soldaten sollen das Land Mali stabilisieren. Berlin will dafür 350 weitere Soldaten und auch schweres Gerät entsenden.

Der Bundeswehreinsatz zur Überwachung des Friedensabkommens im westafrikanischen Mali soll ausgeweitet werden und künftig auch Hubschrauber beinhalten. Das neue Mandat soll bis zu 1000 Soldaten statt derzeit bis zu 650 umfassen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit.

Zudem sei an jeweils bis zu vier Rettungs- und Unterstützungshubschrauber gedacht. Der Bundestag solle darüber im Januar entscheiden. Das bisherige Mandat läuft dann zum Monatsende aus. Mit den Hubschraubern will die Bundeswehr Ersatz für niederländische Helikopter schaffen, die abgezogen werden. Der Einsatz der Bundeswehr-Hubschrauber soll bis Mitte 2018 befristet werden.

In der Wüstenstadt Gao im vergleichsweise gefährlichen Norden Malis hat die Bundeswehr zurzeit etwa 550 Soldaten stationiert. Ohne die Hubschrauber stünde der deutsche Einsatz auf der Kippe.

Die Deutschen sind Teil des etwa 15.000 Soldaten und Polizisten umfassenden UN-Einsatzes Minusma zur Überwachung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und den islamistischen Rebellen. Minusma gilt mit bislang mehr als 100 getöteten Soldaten als der gefährlichste laufende UN-Einsatz.

Quelle: n-tv.de

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