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Viktor Orbán hat möglicherweise zu viel versprochen.
Viktor Orbán hat möglicherweise zu viel versprochen.(Foto: dpa)

Proteste gegen Regierung Orbán: Hungermarsch zieht durch Ungarn

Ungarns Regierungschef Orbán verspricht bei seinem Amtsantritt 2010, Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen. Bislang ist nichts passiert, die Menschen in dem Land verspüren außer Verzicht durch Einsparungen nichts dergleichen. Jetzt startet ein Protestzug quer durchs Land.

Bei klirrender Kälte sind in der nordostungarischen Stadt Miskolc rund 50 Menschen zu einem sogenannten Hungermarsch nach Budapest aufgebrochen. Unter der Losung "Arbeit, Brot und Löhne, die zum Leben reichen!" wollen sie die rund 200 Kilometer in acht Tagen zurücklegen.

Der Marsch wurde von einem arbeitslosen Gießer aus der ehemaligen Stahlzeche Diosgyör bei Miskolc ins Leben gerufen. Ihm schlossen sich auch mehrere sozialistische Politiker an. Die Teilnehmer wollen am kommenden Montag zur Eröffnung der Frühjahrssession des Parlaments in Budapest eintreffen.

Mit ihrer Aktion wollen sie auf nicht eingelösten Versprechen der Regierung des rechts-konservativen Ministerpräsidenten Orbans rechter Kreuzzug hinweisen. Dieser hatte im Wahlkampf 2010 versprochen, in zehn Jahren eine Million neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Beschäftigungslage in Ungarn hat sich aber seit seinem Amtsantritt kaum verändert.

Quelle: n-tv.de

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