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"Schlachtet die Ungläubigen": IS-Kämpfer ruft zu Morden in Deutschland auf

Die Terroristen des IS veröffentlichen erneut ein Propagandavideo. Darin fordert ein offenbar deutscher Kämpfer der Dschihadisten seine "Geschwister im Glauben" dazu auf, "Ungläubige" zu ermorden. Nicht in Syrien oder im Irak, sondern in ihrer Heimat.

Erst zum Dschihad nach Syrien, dann zurück in die Heimat: Radikalisierte Islamisten stellen eine akute Sicherheitsgefahr dar.
Erst zum Dschihad nach Syrien, dann zurück in die Heimat: Radikalisierte Islamisten stellen eine akute Sicherheitsgefahr dar.(Foto: REUTERS)

Ein deutschsprachiger Islamist ruft im Internet Gleichgesinnte auf, in ihrer Heimat Menschen anderer Religionen zu töten. Das Video sei von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) im Internet veröffentlicht worden, berichtet die "Welt". Die Aufnahmen zeigen dem Blatt zufolge die Vorbereitungen zum islamischen Opferfest in der nordsyrischen Stadt Rakka, die als Hochburg der Islamisten gilt.

An seine "lieben Geschwister im Glauben" gerichtet sagt der junge Mann: "Wir haben uns heute hier versammelt, um die Schafe zu schlachten. Und ich will euch dazu einladen, die Kuffar (Ungläubigen) zu schlachten im Dar ul-Kufr". Damit sind die nicht-muslimischen Länder gemeint. Zudem seien alle Muslime aufgerufen, sich dem IS anzuschließen, betont der namentlich nicht genannte Dschihadist.

"Abstrakt hohe Gefährdung"

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, ihm sei das Video bislang nicht bekannt. Er verwies aber darauf, dass es schon in der Vergangenheit Aufrufe zu Gewalttaten in Deutschland gegeben habe.

Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen von mindestens 450 Männern und Frauen aus, die sich aus Deutschland auf den Weg in den Dschihad nach Syrien und den Irak gemacht haben. Mehr als 100 sind bereits zurückgekehrt. Viele von ihnen sind radikalisiert, an Waffen ausgebildet und gut vernetzt. Sie stellen somit eine potenzielle Gefahr für die innere Sicherheit in Deutschland dar. Das Innenministerium spricht von einer "abstrakt hohen Gefährdung" durch islamistische Gewaltakte.

Quelle: n-tv.de

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