Politik
Mit irakischem Öl wollen sich die Terroristen die Gunst Moskaus erkaufen.
Mit irakischem Öl wollen sich die Terroristen die Gunst Moskaus erkaufen.(Foto: REUTERS)

Ölfelder gegen Atomprogramm: IS will offenbar Russland bestechen

Bei einer Razzia finden irakische Sicherheitskräfte ein Dokument, das Pläne des IS offenlegt. So wollen die Terroristen anscheinend den Kreml bestechen, um an Nuklearwaffen zu kommen. Mit Blick auf den Iran haben die Dschihadisten aber noch weitaus bizarrere Pläne.

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hegt offenbar den Plan, Russland zu bestechen, um an Atomwaffen zu kommen. Das geht aus einem Dokument hervor, das von einem hochrangigen Mitglied der Dschihadistenmiliz verfasst worden sein soll. Wie die "Moscow Times" berichtet, wird das Manifest derzeit überprüft. Es scheint nach jetzigem Kenntnisstand aber echt zu sein. Dem Blatt zufolge wurde es bei einer Razzia irakischer Sicherheitskräfte im Haus eines IS-Kommandeurs gefunden.

In dem Text heißt es nach Angaben der Zeitung, man wolle Russland Zugang zu irakischen Öl-Feldern gewähren, die unter Kontrolle des IS stehen. Im Gegenzug dazu soll Russland die Unterstützung des Iran beenden und den Terroristen Informationen über das dortige Atomprogramm liefern. Auch wird Moskau dazu aufgefordert, den syrischen Machthaber Assad nicht zu unterstützen.

Das Dokument verdeutlicht auch die konkrete Bedrohung, die von den Terroristen ausgeht. Wie die britische "Sunday Times" unter Berufung auf den Text berichtet, ist darin unter anderem auch die Rede von "ethnischen Säuberungen", einem "Programm zur Rassenhygiene" und Geheimdienst-Operationen, die das selbsternannte Kalifat stützen und festigen sollen.

In dem Dokument werden auch einige bizarr anmutende Vorhaben der Terrororganisation genannt. Nach Angaben der "Moscow Times" will der IS etwa Irans Kaviar-Industrie zerstören, weil diese ein "nationaler Schatz" sei. Auch soll die Teppich-Industrie in dem Land geschädigt werden, indem afghanische Teppichknüpfer dazu ermuntert werden, den Markt im Nahen Osten zu überschwemmen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen