Politik
AfD-Chefin Frauke Petry ist auch Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag.
AfD-Chefin Frauke Petry ist auch Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag.(Foto: imago/Jens Jeske)
Mittwoch, 16. September 2015

Unzufriedenheit wächst: In Sachsen liegt AfD gleichauf mit SPD

Auch wenn es hier nicht so viele Ausländer wie in anderen Bundesländern gibt: In Sachsen spielt die Flüchtlingszuwanderung bei der Meinungsbildung eine besondere Rolle. Profiteur ist offenbar die AfD, sie erhält hier starken Zulauf.

Die rechtspopulistische AfD liegt in Sachsen, dem Bundesland mit den stärksten fremdenfeindlichen Strömungen, erstmals gleichauf mit der SPD. Beide Parteien kommen in einer Umfrage für den MDR von Infratest dimap auf je 13 Prozent. Bei der Landtagswahl im August 2014 war die AfD mit einem Ergebnis von 9,7 Prozent erstmals in den Dresdner Landtag eingezogen.

In der Umfrage sinkt die CDU im Vergleich zum Landtagswahlergebnis um 1,4 Punkte auf 38 Prozent. Die Linke verliert 1,7 Punkte auf 17 Prozent. Während die SPD leicht verliert, können die Grünen marginal zulegen und kommen auf sieben Prozent. Die rechtsextreme NPD stünde mit fünf Prozent vor dem Einzug in den Landtag, wenn am Sonntag Wahlen wären.

In Sachsen entstand die islamfeindliche Pegida-Bewegung, die dort auch ihren größten Zulauf hat. Am Montag beteiligten sich mehrere tausend Menschen an einer Pegida-Kundgebung in Dresden. In Leipzig kam es am Montag zu Ausschreitungen bei einer Legida-Demonstration.

Die AfD hat in der Vergangenheit Kontakte zur Pegida gesucht und lehnt die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung als "Asylchaos" strikt ab. Parteichefin Frauke Petry, die auch Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag ist, hat kürzlich ein Konzept vorgestellt, nach dem Asylsuchenden an den Grenzen abgewiesen werden sollen.

Quelle: n-tv.de

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