Politik
Kämpfer auf dem Weg nach Tikrit: Der Irak will den IS aus den Hochburgen im Norden vertreiben.
Kämpfer auf dem Weg nach Tikrit: Der Irak will den IS aus den Hochburgen im Norden vertreiben.(Foto: dpa)
Montag, 09. Februar 2015

Massive Unterstützung der Koalition: Irak bereitet Bodenoffensive gegen IS vor

Die IS-Miliz muss mit einem Gegenangriff der irakischen Streitkräfte rechnen, der US-Beauftragte für die westliche Militärkoalition kündigt dies an. Die Kämpfe werden vor allem der Rückeroberung der Millionenstadt Mossul gelten.

Die irakische Armee wird in Kürze eine Bodenoffensive gegen die IS-Miliz starten. Das kündigte der US-Sondergesandte zur Koordinierung der internationalen Koalition gegen den Islamischen Staat, John Allen, der jordanischen Nachrichtenagentur Petra an.

Laut Allen sollen die irakischen Truppen dabei von der US-geführten Militärkoalition massiv unterstützt werden. Allen verwies auf die US-Unterstützung der Iraker durch Waffenlieferungen und Ausbildung der Kräfte.

Die Koalition fliegt seit dem Spätsommer Luftangriffe auf Stellungen des IS, der im Irak und in Syrien weite Landesteile kontrolliert. Teil der Koalition ist auch Jordanien. Das Land hatte vor einigen Tagen eine neue Offensive gegen den IS gestartet, nachdem die Miliz den jordanischen Kampfpiloten Maas al-Kassasbeh getötet und Videoaufnahmen der grausamen Hinrichtung veröffentlicht hatte.

Im Irak rücken reguläre Streitkräfte und kurdische Peschmerga-Kämpfer derweil bereits am Boden gegen die Dschihadisten-Miliz vor. Der Generalsekretär des Peschmerga-Ministeriums, Dschabar Jawar, sagte, es gebe einen Militäreinsatz mit heftigen Gefechten nordwestlich der Millionenstadt Mossul. Nach Angaben des kurdischen Nachrichtenportals Rudaw begannen IS-Kämpfer mit Evakuierungen im Stadtzentrum.

US-Außenminister John Kerry hatte zuvor in einem NBC-Interview gesagt, die internationale Allianz habe 22 Prozent der bevölkerten Gebiete im Irak und Syrien zurückerobert. Das sei gelungen, ohne eine größere Offensive zu starten. Kerry wies damit Kritik zurück, die USA handelten im Kampf gegen die Extremisten zu zögerlich.

Quelle: n-tv.de

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