Sonntag, 03. Mai 2009
"Zerstörung in elf Tagen": Iran bedroht Israel
Der Iran hat erstmals angegeben, in welchem Zeitraum es die Zerstörung Israels im Falle eines bewaffneten Konfliktes für möglich hält. Das israelische Fernsehen zeigte ein Interview mit dem iranischen Generalstabschef Attalah Salihi im libanesischen Fernsehen. Wörtlich sagte dieser: "Die Wahrheit ist, dass Israel nicht den Mut hat, uns anzugreifen. Sollten wir einem Angriff unterworfen werden, glaube ich nicht, dass wir mehr als elf Tage benötigen, die Existenz Israels auszulöschen."
Der Arabienexperte Oded Granot erklärte dazu: "Noch nie haben wir eine so klare und offene Ankündigung des Iran gehört." Zwar habe Präsident Ahmadinedschad die Vernichtung Israels immer wieder "in großen Zügen und als politisches Ziel" angekündigt, doch noch nie so konkret und mit Zeitangabe, wie es Salihi getan habe.
Zuvor hatten die USA mit der Überlegung "Besser Bombe als bombardieren" klargestellt, dass man sich in Washington unter Präsident Barack Obama mit dem Bau einer iranischen Atombombe abgefunden habe. Die hochrangigen Europäer, so ein Exklusivbericht des israelischen Fernsehens, hätten diese Einschätzungen an die "wenig überraschten" Israelis weitergegeben.
Schon seit einiger Zeit seien die Israelis zum Schluss gekommen, dass die Amerikaner sich heute nicht mehr so leicht von Geheimdienstinformationen überzeugen ließen, und dass deshalb auch die eher diffusen Informationen über die mögliche iranische Entwicklung einer Atombombe nicht zu einem vorbeugenden amerikanischen Schlag gegen Teheran führen werde. Entsprechend wünsche Washington auch keinen militärischen Schlag anderer Länder wie etwa Israels gegen die atomaren Einrichtungen im Iran.
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