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Eine Rakete, Ayatollah Ali Khamenei und Blumen: Der Iran feiert mit einer Militärparade den Beginn des Irak-Kriegs vor 32 Jahren.
Eine Rakete, Ayatollah Ali Khamenei und Blumen: Der Iran feiert mit einer Militärparade den Beginn des Irak-Kriegs vor 32 Jahren.(Foto: AP)

Säbelrasseln aus Teheran: Iran warnt vor "Drittem Weltkrieg"

Iranische Politiker sind oft Freunde großer Worte. Nun spricht ein hochrangiges Mitglied der Revolutionsgarden von einem "Dritten Weltkrieg" und dem Auftakt des Untergangs Israels, sollte dieses einen Angriff auf den Iran planen. Auch der Chef der Revolutionswächter bläst in das gleiche Horn.

Der Chef der Luftstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarden rechnet für den Fall eines israelischen Angriffs auf sein Land mit einem "Dritten Weltkrieg". Sollte eine israelische Attacke kurz bevorstehen, könnte der Iran einen "Präventivangriff" führen, sagte General Amir Ali Hadschisadeh im Fernsehsender Al-Alam. Dabei würden auch US-Stützpunkte in der Region attackiert.

Auch Iranische Soldaten marschieren bei der Parade am Freitag auf.
Auch Iranische Soldaten marschieren bei der Parade am Freitag auf.(Foto: dpa)

Bei einem israelischen Angriff, egal ob mit oder ohne Zustimmung Washingtons, würde der Iran US-Stützpunkte in Bahrain, Katar und Afghanistan attackieren, sagte Hadschisadeh dem arabischsprachigen Sender. Israel werde "schwere Verluste" erleiden. Das könne der "Auftakt seines Untergangs" sein. Eine militärische Konfrontation beider Länder würde einen Weltkrieg auslösen, sagte Hadschisadeh. Der General ist auch für die Raketeneinheiten der Pasdaran (Revolutionswächter) zuständig.

Am Samstag hatte der Chef der Revolutionswächter, Ali Dschafari, iranischen Nachrichtenagenturen zufolge erklärt, er erwarte einen Krieg mit Israel. Der Krieg werde "schließlich kommen", es sei aber "nicht sicher, wann und wo". Sollte Israel angreifen, werde das zu seiner "Zerstörung" führen, denn der Iran sei zur Konfrontation bereit, fügte Dschafari hinzu.

Der USA und Israel streiten um rote Linie beschuldigen die iranische Führung, heimlich an einer Atombombe zu bauen. beschuldigen die iranische Führung, heimlich an einer Atombombe zu bauen. Diese weist den Vorwurf zurück und pocht auf ihr Recht zur zivilen Nutzung der Atomenergie. Israel hat mehrfach damit gedroht, die iranischen Atomanlagen zu bombardieren, falls Sanktionen und diplomatische Vorstöße Teheran nicht zum Einlenken bringen sollten. Bisher hatte die iranische Führung die Drohungen als Bluff abgetan.

Der Atomstreit mit dem Iran wird diese Woche auch während der Generaldebatte der UN-Vollversammlung Thema sein. Am Donnerstag findet dazu ein Treffen der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands statt. Die USA, Frankreich und Großbritannien hatten Teheran kürzlich gewarnt, dass die Zeit für eine Einigung bei den Verhandlungen über das Atomprogramm ablaufe.

Iran beschuldigt Siemens

Iran wirft indes dem deutschen Iran geht Siemens an vor, verminte Technik für das Atomprogramm des Landes geliefert. Die Bauteile seien mit kleinen Sprengsätzen gespickt gewesen, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik, Aladin Borudscherdi, nach Angaben des Informationsdienstes des Parlaments, Icana. Der Konzern dementierte die Behauptungen.

Quelle: n-tv.de

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