Dienstag, 31. August 2010
Attacke auf die Friedensgespräche: Israelis im Westjordanland getötet
Die radikal-islamische Hamas-Organisation will die am Mittwoch beginnenden Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern stören. In der Nähe von Hebron im Westjordanland werden vier Israelis in einem Auto erschossen. Die Hamas bekennt sich dazu.Kurz vor der geplanten Wiederaufnahme von Nahost-Friedensgesprächen sind bei einem palästinensischen Anschlag vier Israelis getötet worden. Der Überfall ereignete sich bei Hebron im südlichen Westjordanland. Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv bestätigte am Abend den Tod von zwei Frauen und zwei Männern. Der militärische Arm der radikal-islamischen Hamas-Bewegung bekannte sich zu dem tödlichen Anschlag. In einer Stellungnahme der Kassam-Brigaden, die an Journalisten im Gazastreifen geschickt wurde, hieß es, die militante Organisation stehe hinter dem Feuerüberfall.
Der Anschlag sei an der Bani-Naim-Kreuzung in der Nähe der Siedlerhochburg Kiriat Arba verübt worden, sagte die Armeesprecherin. Der oder die Angreifer hätten aus einem Versteck das Feuer auf die Israelis eröffnet, die in einem Auto unterwegs waren. Nach israelischen Medienberichten war unter den Opfern auch eine hochschwangere Frau. Es handele sich um Mitglieder einer Familie.
Der Vorfall überschattet die am Mittwoch geplante Wiederaufnahme direkter Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern. Die Führungen Israels und der Palästinenser waren am Dienstag nach Washington gereist, um dort zunächst bilaterale Gespräche mit US- Präsident Barack Obama zu führen. Am Donnerstag wollen beide Seiten erstmals seit fast zwei Jahren wieder direkt miteinander verhandeln.
Während des Palästinenseraufstands Intifada zu Beginn des Jahrtausends war es im Westjordanland immer wieder zu Anschlägen gekommen. In den vergangenen Jahren war es in dem Palästinensergebiet jedoch erheblich friedlicher geworden.
dpa
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