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Hilfsgesuch aus Bayern: Italien kontrolliert Grenze am Brenner

In Bayern kommen zurzeit täglich Hunderte Flüchtlinge aus Österreich an. Um die Zahl zu reduzieren, soll es vorübergehend neue Grenzkontrollen zwischen Italien und Österreich geben. Südtirol will zudem bei der Unterbringung der Flüchtlinge einspringen.

An der italienisch-österreichischen Grenze wird es vorübergehend wieder Grenzkontrollen geben. Das entschied Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher nach Rücksprache mit der italienischen Regierung in Rom. Zuvor habe Bayerns Sozialministerin Emilia Müller um Hilfe gebeten, erklärte die Provinz.

Die Kontrollen könnten ebenso wie bei G7-Gipfel Anfang Juni temporär eingeführt werden. Damit soll Bayern bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingssituation geholfen werden, hieß es.

Das norditalienische Tirol will Bayern zudem bei der Unterbringung ankommender Flüchtlinge helfen: Etwa 300 bis 400 Menschen sollten für einige Tage in Turnhallen in Südtirol unterkommen, teilte die Provinz Bozen mit.

In Bayern waren seit Wochenbeginn Tausende Flüchtlinge angekommen, allein am Dienstag waren es etwa 2500. Auch über den Brenner versuchen täglich zahlreiche Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Italien gekommen sind, Deutschland zu erreichen.

Allein im August sind 104.460 Flüchtlinge in Deutschland angekommen. Das geht aus Zahlen des Registrierungssystems Easy hervor. Seit Jahresbeginn kamen 413.535 Schutzsuchende.

(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

Quelle: n-tv.de

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