Politik

30.000 GBK-Mitglieder betroffen: Kasse will acht Euro mehr

Die erste gesetzliche Krankenkasse verlangt jetzt einen Zusatzbeitrag. Von September will die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln jeweils zum 20. des Monats acht Euro erheben. Das Bundesgesundheitsministerium bleibt gelassen. Es handele sich lediglich um "eine einzige, kleine Krankenkasse".

Bleibt abzuwarten, wie schnell die anderen Kassen nachziehen.
Bleibt abzuwarten, wie schnell die anderen Kassen nachziehen.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das Bundesgesundheitsministerium hat auf die Erhebung des ersten Zusatzbeitrages durch eine Krankenkasse gelassen reagiert. Es sei ein Erfolg, dass im Frühjahr noch von über einem Dutzend Zusatzbeiträgen die Rede gewesen sei und bislang erst "eine einzige, kleine Krankenkasse" davon Gebrauch mache, sagte eine Ministeriumssprecherin der "Berliner Zeitung". Dies sei "ein Zeichen dafür, dass der Gesundheitsfonds funktioniert".

Laut übereinstimmenden Medienberichten zieht die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) zum 20. September von ihren rund 30.000 Mitgliedern Zusatzbeiträge in Höhe von jeweils acht Euro ein. Diese werden demnach rückwirkend für die vergangenen drei Monate erhoben und auch später quartalsweise eingezogen. Damit ist die GBK die erste Krankenkasse in Deutschland, die nach Einführung des einheitlichen Beitragssatzes und des Gesundheitsfonds zum Jahresanfang einen Zusatzbeitrag erhebt, weil sie mit dem aus dem Gesundheitsfonds zugewiesenen Geld nicht mehr auskommt.

Quelle: n-tv.de

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