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Es soll eine "historische Rede" von Diktator Kim Jong Un gewesen sein, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.
Es soll eine "historische Rede" von Diktator Kim Jong Un gewesen sein, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.(Foto: REUTERS)

Kriegsübungen für den Ernstfall: Kim Jong Un erklärt Armee für "kampfbereit"

Wie jedes Jahr führen die USA und Südkorea gemeinsame Militärmanöver durch. Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un nimmt diese wiederum zum Anlass, von seiner eigenen Armee "ständige Kampfbereitschaft" einzufordern.

Vor einem geplanten neuen Militärmanöver Südkoreas mit den USA hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die "Kampfbereitschaft" seiner Armee bekräftigt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, sagte er in einer "historischen" Rede vor der Zentralen Militärkommission, die Armee müsse immer darauf vorbereitet sein, "auf jede Form von Krieg zu reagieren, der vom Feind entfacht wird". Die nordkoreanische Volksarmee müsse "alle ihre Anstrengungen darauf konzentrieren", vollständig kampfbereit zu sein.

Die Rede fand vor einer geplanten gemeinsamen Übung der südkoreanischen und US-Streitkräfte statt, deren Beginn für Anfang März erwartet wird. Zuvor hatte Kim Jong Un bereits eine Übung der nordkoreanischen Streitkräfte geleitet. Das Manöver im Grenzgebiet zu Südkorea hatte einen Angriff auf eine südkoreanische Insel simuliert.

"Nordkoreanische Politik schwer vorherzusagen"

Kim Jong Un sagte in seiner Rede auch, dass die "Ausrüstung" der Volksarmee vereinfacht und umstrukturiert werden müsse, wie KCNA berichtete ohne Einzelheiten zu nennen. Die Militärkommission beriet bei dem Treffen demnach über einen "grundlegenden Kurswechsel" in der Verteidigungspolitik. Auch dazu wurden keine näheren Angaben gemacht.

Die südkoreanische Regierung erklärte, sie werde genau auf mögliche Auswirkungen des Treffens achten. Es sei aber "immer schwer, die Richtung der nordkoreanischen Politik vorherzusagen", sagte ein Sprecher des Wiedervereinigungsministeriums in Seoul. Er forderte Nordkorea auf, das geplante Militärmanöver mit den USA nicht mehr zum Thema zu machen. Solche Übungen dienten nur der Verteidigung und würden jedes Jahr "auf transparente Weise" abgehalten.

Es besteht die Sorge, dass Nordkorea sich atomar bewaffnen könnte. Pjöngjang nahm bislang drei Atomtests vor, den jüngsten vor rund zwei Jahren im Februar 2013. Als Reaktion auf eine UN-Resolution, die schwere Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea verurteilt, drohte Pjöngjang kürzlich mit einem vierten Test. Nach Ansicht Südkoreas verfügt Nordkorea inzwischen über die Technologie, um zumindest einen kleinen Atomsprengkopf zur Bestückung einer Rakete zu bauen.

Quelle: n-tv.de

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