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Diktator Kim Jong Un will die "nukleare Abschreckung" seines Landes verbessern.
Diktator Kim Jong Un will die "nukleare Abschreckung" seines Landes verbessern.(Foto: picture alliance / dpa)

Stärkung der nuklearen Abschreckung: Kim droht mit "neuer Form von Atomtests"

Nordkorea reagiert wie gewohnt auf die jährlichen Manöver der USA mit dem südlichen Nachbarn: mit Drohungen und Raketentests. Weil die ihre Wirkung bisher verfehlten, will Diktator Kim jetzt offenbar die nächste Eskalationsstufe zünden.

Nordkorea droht mit einem neuen Atomtest: Das Land schließe eine "neue Form von Atomtest zur Stärkung der nuklearen Abschreckung" nicht aus, hieß es in einer von den Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums.

Die Drohung wird als eine Reaktion auf die Verurteilung der jüngsten Raketenstarts durch den Weltsicherheitsrat gewertet. Pjöngjang sieht das Gremium durch die USA manipuliert. Daher richtete sich die Drohung namentlich vor allem gegen die USA. Nordkorea wirft den USA zudem vor, gemeinsam mit Südkorea "Kriegsübungen" durchzuführen. Die USA müssten die Verantwortung für den Fall einer Katastrophe auf der koreanischen Halbinsel übernehmen, hieß es in der Erklärung aus Pjöngjang.

Die Übungen der nordkoreanischen Volksarmee würden sich gegen die USA richten und "eine erweiterte atomare Abschreckung" einbeziehen, um unter anderem weitreichende Ziele treffen zu können, hieß es am Sonntag aus Pjöngjang. Die jüngsten Raketentests hätten der Selbstverteidigung gedient.

Rodong-Raketen ins Meer geschossen

Nordkorea hatte in den vergangenen acht Jahren bereits drei unterirdische Atomtests unternommen, den bisher letzten im Februar 2013. Wie ein vierter Kernwaffentest "neuer Form" aussehen könnte, ließ das kommunistische Regime in Pjöngjang im Unklaren. Die USA befürchten, dass Nordkorea im Falle einer technischen Weiterentwicklung atomare Sprengköpfe auf Langstreckenraketen montieren könnte. Nach Einschätzung von Experten ist das Land jedoch noch nicht soweit.

Nach dem Abschuss Dutzender Kurzstreckenraketen an der Ostküste in den vergangenen Wochen hatte das nordkoreanische Militär vor wenigen Tagen auch zwei Rodong-Mittelstreckenraketen mit einer potenziellen Reichweite von bis zu 1300 Kilometern in Richtung offenes Meer abgefeuert. Die Tests wurden in Südkorea als Reaktion auf die laufenden Frühjahrsübungen der amerikanischen und südkoreanischen Streitkräfte unter dem Namen "Foal Eagle" gesehen, die noch bis zum 18. April dauern. Im vergangenen Jahr hatte Nordkorea angesichts der jährlichen Übungen gar mit einem Atomangriff gedroht.

Die Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen hatten der Führung in Pjöngjang zuletzt vorgeworfen, mit den Raketentests gegen seine Resolutionen zu verstoßen. Im Rat wurde demnach vereinbart, über eine geeignete Reaktion zu beraten.

Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm tritt seit längerem auf der Stelle. Die USA und Südkorea verlangen vor allem konkrete Abrüstungsschritte von Nordkorea, bevor eine neue Runde der sogenannten Sechs-Parteien-Gespräche stattfinden könnte. An den seit Jahren eingefrorenen Atomgesprächen hatten neben Nordkorea und den USA noch China, Südkorea, Russland und Japan teilgenommen.

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Quelle: n-tv.de

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