Politik
Kim spricht vor dem Zentralkomitee der Arbeiterpartei.
Kim spricht vor dem Zentralkomitee der Arbeiterpartei.(Foto: REUTERS)
Sonntag, 08. Oktober 2017

Nordkoreas Atomwaffenprogramm: Kim lobt "mächtige Abschreckung"

Nordkoreas Machthaber Kim sieht sich bestätigt. Die Lage zeige, dass die parallele Entwicklung von Atomwaffen und der Wirtschaft absolut richtig sei. US-Präsident Trump dagegen twittert angesichts des Atomkonflikts: "Nur eine Sache wird funktionieren".

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sein Atomwaffenprogramm verteidigt. Es sei eine "mächtige Abschreckung", die die Souveränität des Landes garantiere, berichteten die Staatsmedien des abgeschotteten Landes.

Nordkoreas Staatsmedien zufolge sprach Kim  die "komplizierte internationale Situation" bereits am Samstag bei einer Rede vor dem einflussreichen Zentralkomitee der regierenden Arbeiterpartei an. Die Lage zeige, dass die parallele Entwicklung von Atomwaffen und der Wirtschaft absolut richtig sei.

Zugleich stärkte Kim die Position der Herrscherfamilie im Machtapparat des Landes. Seine Schwester Kim Yo Jong wurde zum stellvertretenden Mitglied des Politbüros ernannt.

Die Meldungen wurden veröffentlicht kurz nachdem US-Präsident Donald Trump im Streit mit dem kommunistischen Land nachgelegt hatte. "Nur eine Sache wird funktionieren", twitterte Trump am Samstag, ohne zu erläutern, was genau er damit meint. In Hinblick auf Äußerungen in der Vergangenheit kann aber davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um militärische Aktionen handelt. So hatte Trump bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung im September sogar gedroht, die USA würden Nordkorea "völlig zerstören", sollte Pjöngjang im Konflikt um sein Atom- und Raketenprogramm nicht einlenken.

Nordkoreas Führung hat die Weltgemeinschaft mit neuen Atombomben- und mehreren Raketentests aufgeschreckt. Das Land arbeitet an atomwaffenfähigen Raketen, mit denen das US-Festland erreicht werden kann. Die internationale Gemeinschaft hat bereits eine Reihe von harten Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Die nordkoreanische Führung gibt sich bisher aber unbeeindruckt.

Quelle: n-tv.de

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