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An Kritik müsste Frauke Petry mittlerweile gewöhnt sein.
An Kritik müsste Frauke Petry mittlerweile gewöhnt sein.(Foto: imago/Xinhua)

"Das ist schon schäbig": Lehrer distanziert sich von Petry

Kritik gehört für Frauke Petry zum Tagesgeschäft. Doch nun muss sich die AfD-Chefin Vorwürfen der besonderen Art stellen: Ein Lehrer macht seinem Ärger über seine frühere Schülerin bei Facebook Luft.

An Kritik müsste AfD-Chefin Frauke Petry mittlerweile gewöhnt sein. Nachdem sie kürzlich mehrfach nicht zu fest vereinbarten Interview-Terminen erschien, erntete die die 40-Jährige in den sozialen Netzwerken dafür viel Spott. Doch nun muss sie mit einer Abrechnung der besonderen Art umgehen: Ihr ehemaliger Gymnasiallehrer Heinrich Peuckmann macht seinem Ärger über seine frühere Schülerin in einem Facebook-Post Luft.

Anlass für seine erboste Reaktionen im Netz war Petrys Äußerung darüber, dass "die Ethnisierung von Gewalt schon vor dem Ankommen von Flüchtlingen in manchen Städten zu Wohngebieten geführt habe, in die sich keine Polizei mehr traue", wie das Portal "Meedia" schreibt. Als Beispiel nannte Petry auch ihre Heimatstadt Bergkamen, in der sie einige Jahre gelebt hat und zur Schule gegangen ist.

"Das ist schon schäbig"

Diese Aussage machte Peuckmann wütend: "Es gibt keine Viertel in Bergkamen, in das sich die Polizei nicht traut." Einmal in Fahrt, kann er sich nicht zurückhalten: "Anderen Lügenpresse vorwerfen und selber lügen, wenn es darum geht, sein verschroben undifferenziertes und verachtenswertes Welt- und Menschenbild zu begründen, ist schon schäbig."

Normalerweise freue er sich, wenn er auf ehemalige Schülerinnen und Schüler aus alten Zeiten trifft und sie ihm "berichten, wie es weitergegangen ist mit ihnen." Doch mit Frauke Petry möchte er nichts mehr zu tun haben. "Jemand wie Frauke mit so einem Menschenbild und plumper Verdrehung der Wahrheit möchte ich denn doch nicht mehr treffen. Das widerspricht allem, für das ich (auch in meiner Literatur) stehe."

Reaktionen auf diesen Post ließen nicht lange auf sich warten. Mittlerweile wurden Peuckmanns Worte knapp 3000 Mal geteilt und über 4000 Mal kommentiert. Auch die AfD-Anhänger hielten sich nicht zurück und verhöhnten besonders Peuckmanns letzten Satz. "Billig, sich den Erfolg von Frau Dr. Petry zu nutze zu machen, um das eigene Buch zu verkaufen und Geld zu scheffeln", heißt es in einem Kommentar eines Petry-Unterstützers.

Quelle: n-tv.de

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