Politik

Weltweiter Protest der Frauen"Marsch der Millionen" gegen Trump startet

21.01.2017, 10:15 Uhr
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Hunderttausende Frauen wollen weltweit gegen Donald Trump protestieren. Mit der Aktion "Marsch der Millionen" wollen sie sich unter anderem für Frauenrechte einsetzen. Zuerst wird in Sydney demonstriert, der Höhepunkt wird in Washington erwartet.

Es soll eine riesige Protestaktion werden. Beim "Marsch der Millionen Frauen" werden von Australien bis in die Vereinigten Staaten Frauen auf der Straße gegen die frauenfeindlichen Äußerungen des frischgebackenen US-Präsidenten protestieren.

Gestartet ist die weltweite Aktion bereits in Syndey, Australien, wo sich nach Angaben der Veranstalter rund 3000 Frauen und Männer zu Demonstrationen gegen Trump zusammengefunden haben. In Melbourne waren es sogar 5000 Personen.

"America First"Protestwelle läuft einmal um den Globus

Mindy Freiband, eine der Organisatorinnen, betonte, dass es nicht nur darum gehe, gegen Trump auf die Straße zu gehen, sondern allgemein gegen Hassreden, Frauenfeindlichkeit, Bigotterie und Fremdenfeindlichkeit. "Wir wollen mit Frauen rund um den Globus eine vereinte Stimme präsentieren." In Neuseeland nahmen nach Angaben der Organisatorin des Marsches in Wellington, Bette Flagler, rund 2000 Menschen an Kundgebungen in vier Städten teil.

Für den "Marsch der Frauen" werden in den USA zwischen 200.000 und einer halben Million Teilnehmer erwartet. Eingeladen sind ausdrücklich auch Männer. Trump hatte sich wiederholt extrem abfällig über Frauen geäußert. Der 70-Jährige hat nicht nur mit seinen Äußerungen über das weibliche Geschlecht, sondern auch mit zahlreichen Ausfällen gegen Einwanderer, Muslime, Menschen mit Behinderung oder Medien für Entsetzen gesorgt.

Zunächst sind nahe des Kapitols Reden geplant. Der Marsch beginnt um 19.15 Uhr MEZ und führt durch Washingtons Zentrum. Etliche Polizisten sichern die Proteste ab. Auch in Deutschland wird protestiert. Bundesweit sind 600 Märsche geplant.

Krawalle während der Amtseinführung

Bereits am Freitag hatten weltweit Tausende gegen Trump protestiert. In Washington kam es am Rande der Amtseinführung zu Ausschreitungen, bei denen nach Angaben der Behörden 217 Menschen festgenommen wurden. Die Hauptstadt glich einer Hochsicherheitszone. Polizisten und Soldaten der Nationalgarde sicherten die Straßen ab; Kreuzungen wurden zum Teil mit Bussen und Betonbarrikaden blockiert.

Mehr Informationen und Hintergründe zur Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump finden Sie in unserem n-tv.de Liveticker.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa/rts

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