Politik

Stuttgart-Protest kommt nach Berlin: Mehrheit will Baustopp

Am Freitag ist wieder Schlichtungstermin in Sachen Stuttgart 21. Das Thema hat seinen lokalen Status längst eingebüßt. Inzwischen sind 53 Prozent der Menschen in ganz Deutschland dafür, dass die Bauarbeiten vorläufig ruhen sollen.

Das Milliardenbahnprojekt Stuttgart 21 stößt bundesweit auf Ablehnung. Mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) ist dafür, dass die Arbeiten am Stuttgarter Hauptbahnhof gestoppt werden, ergab eine repräsentative "Stern"-Umfrage.

Demnach erklärten nur 33 Prozent der Bürger, die Arbeiten sollten wie geplant fortgesetzt werden; dieser Ansicht sind mehrheitlich die Wähler von Union und FDP. 14 Prozent der Befragten äußerten sich unentschieden. Ob die Arbeiten nur vorübergehend während der Schlichtung oder dauerhaft gestoppt werden sollten, wurde nicht gefragt.

Der Regisseur Volker Loesch von den Stuttgart 21-Gegnern.
Der Regisseur Volker Loesch von den Stuttgart 21-Gegnern.(Foto: dapd)

Die Schlichtungsgespräche zwischen Gegnern und Befürwortern des Bahnprojekts werden an diesem Freitag in Stuttgart fortgesetzt. Sie werden vom ehemaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler geleitet.

Protest kommt nach Berlin

Die organisierten Gegner des Bahnhofsprojekts kündigten unterdessen für den 26. Oktober in Berlin zahlreiche Protestaktionen an. Mit einem Sonderzug werden rund 600 Demonstranten von Stuttgart aus in die Hauptstadt reisen. Dort sind unter anderem Besuche bei Fraktionen und Abgeordneten des Bundestags geplant, teilten die Veranstalter mit. Am Nachmittag soll es eine Kundgebung auf dem Potsdamer Platz geben. Dort soll auch am Abend ein "Schwabenstreich" erfolgen. Eine Minute lang soll dann lautstark mit Trillerpfeifen und "allem, was Lärm macht", protestiert werden.

Quelle: n-tv.de

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