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US-Zerstörer der neuesten Generation: Die "USS Zumwalt" gerät bei ihrer Fahrt in den neuen Heimathafen in Schwierigkeiten.
US-Zerstörer der neuesten Generation: Die "USS Zumwalt" gerät bei ihrer Fahrt in den neuen Heimathafen in Schwierigkeiten.(Foto: dpa)

Panne im Panamakanal: Modernstes US-Kriegsschiff bleibt liegen

Mehr als 4 Milliarden Dollar - nie zuvor hat die US-Marine so viel Geld für ein Projekt ausgegeben wie für die "Zumwalt". Doch ausgerechnet diesem Kriegsschiff unterläuft eine peinliche Panne: Der Hightech-Zerstörer bleibt im Panamakanal liegen.

Das modernste Kriegsschiff der US-Marine, der Hightech-Zerstörer "USS Zumwalt", hat im Panama-Kanal eine Panne erlitten. Wegen eines Maschinenschadens habe der Raketenzerstörer seine Fahrt durch den Kanal nicht fortsetzen können, berichteten die US-Marine und US-Medien.

Das erst vor wenigen Wochen in den Dienst genommene, 4,3 Milliarden Dollar - umgerechnet 3,76 Milliarden Euro - teure Kriegsschiff habe auf einem Stützpunkt der US-Marine am pazifischen Zugang der Wasserstraße Halt machen müssen.

Der Tarnkappen-Zerstörer befand sich auf dem Weg von Baltimore zu ihrem künftigen Heimathafen im kalifornischen San Diego. Marine-Sprecher Ryan Perry sagte, es werde nun geprüft, wie lange für die Reparaturen gebraucht werde. "USNI News" zitierte einen nicht genannten Militärvertreter, der von bis zu zehn Tagen sprach.

Die jetzige Panne ist nicht die erste des Schiffs. Bereits im September musste es laut "USNI News" repariert werden, nachdem die Crew ein Meerwasserleck im Antriebssystem entdeckt hatte.

Perfekt getarntes Kriegsschiff

Das Prestigeobjekt der US Navy ist 182 Meter lang und fast 25 Meter breit. Zur Reduzierung des Radar-Bildes gibt es keine rechtwinklig zum Wasser stehenden Flächen. Die ungewöhnliche Konstruktion dient der Tarnung: Auf den Radarschirmen potentieller Gegner wirkt das Kriegsschiff nicht viel größer als ein Fischerboot. Die Besatzung des Kriegsschiffs zählt bis zu 175 Soldaten.

Der 15.000 Tonnen schwere Hightech-Zerstörer wird sowohl über zwei Rolls-Royce-Turbinen als auch über elektrisch betriebene Schiffsschrauben angetrieben. Insgesamt erreichen diese eine Gesamtleistung von knapp 78 Megawatt. Zur Bewaffnung gehören Marschflugkörper und Luftabwehr-Systeme.

Die "Zumwalt" ist der erste von drei in Auftrag gegebenen Lenkraketen-Zerstörern einer eigenen neuen Luxusklasse von Kriegsschiffen, der fertiggestellt wurde. Die Baukosten für das Trio belaufen sich laut Naval Institute auf 12,7 Milliarden US-Dollar (12 Milliarden Euro). Nach dem ursprünglichen Plan soll das Schiff ab 2018 als Teil der US-Flotte Einsätze fahren.

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Quelle: n-tv.de

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