Politik

Radikaler Protest gegen China: Mönche verbrennen sich selbst

Für ihren Protest greifen manche Tibeter zu radikalen Maßnahmen.
Für ihren Protest greifen manche Tibeter zu radikalen Maßnahmen.(Foto: picture alliance / dpa)

Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über die Tibeter haben sich in Südwestchina zwei tibetische Mönche selbst angezündet. Nach Angaben der Behörden haben beide überlebt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Sie hätten leichte Verbrennungen erlitten und seien in einem "stabilen Zustand", schrieb Xinhua. Zuvor hatte das das exiltibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD) berichtet, dass einer der beiden vermutlich ums Leben gekommen sei.

Die Mönche gehörten dem Kirti-Kloster am Stadtrand von Aba (Ngaba) in der Provinz Sichuan an. Die exiltibetische Regierung im indischen Dharamsala identifizierte sie als den 18-jährigen Lobsang Kelsang und den 19-jährigen Lobsang Kunchok.

Bei ihrem Protest hätten sie erst "Lang lebe der Dalai Lama" und "Wir wollen religiöse Freiheit in Tibet" gerufen, bevor sie sich selbst angezündet hätten, berichtete das exiltibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD) in Dharamsala.

Seit 2009 haben sich bereits fünf Mönche in der Region mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt. Im März und August starben zwei Mönche bei ähnlichen Protestaktionen. "Die jüngste Serie von Selbstverbrennung bezeugt die Verzweiflung des tibetischen Volkes, die aus der gegenwärtig düsteren Lage erwächst, in der sie leben", hieß es in einer Erklärung der exiltibetischen Regierung.

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Quelle: n-tv.de

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