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13 Militärmaschinen überfliegen die Ostsee - begleitet von Nato-Flugzeugen. (Archivbild)
13 Militärmaschinen überfliegen die Ostsee - begleitet von Nato-Flugzeugen. (Archivbild)(Foto: REUTERS)
Dienstag, 09. Dezember 2014

Russische Bomber über der Ostsee: Nato stuft Manöver als außergewöhnlich ein

Die Nato reagiert auf das Manöver mehrerer russischer Bomber über der Ostsee. Laut Verteidigungsbündnis sind die Flüge nicht als Routineoperationen anzusehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie einmalig sind.

Die Nato stuft die jüngsten russischen Manöver über der Ostsee als außergewöhnliche Militäraktivitäten ein. Die beobachteten Flüge von sechs Langstreckenbombern könnten nicht als Routine bezeichnet werden, teilte das westliche Verteidigungsbündnis mit.

Ähnliche Manöver seien allerdings bereits Ende Oktober über der Nordsee und dem Atlantik geflogen worden. Damals stießen russische Maschinen bis in die Nähe der portugiesischen Küste vor.

Insgesamt wurden nach Nato-Angaben am Sonntag 13 russische Militärflugzeuge im internationalen Luftraum über der Ostsee identifiziert. Dabei handelte es sich neben den sechs Langstreckenbombern vom Typ Tu-95 und Tu-22M um fünf als Trainingsmaschinen genutzte Tu-134 sowie zwei Transportflieger vom Typ An-72.

Luftwaffe überwacht Baltikum

Alle Flüge seien sicherheitshalber von westlichen Kampfjets begleitet worden, teilte die Nato mit. An diesen Manövern hätten sich unter anderem portugiesische und kanadische Flugzeuge beteiligt.

Im Zuge der Ukraine-Krise haben sowohl Russland als auch die Nato ihre Militäraktivitäten in der Region deutlich erhöht. Das westliche Verteidigungsbündnis verstärkt unter anderem Standorte und baut eine schnelle und schlagkräftige "Speerspitze" der Schnellen Eingreiftruppe (Nato Response Force) auf. Die deutsche Luftwaffe ist seit dem 1. September mit sechs Kampfflugzeugen an der Nato-Luftraumüberwachung über dem Baltikum beteiligt.

Quelle: n-tv.de

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