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Die Polizei meldet erste Ermittlungserfolge.
Die Polizei meldet erste Ermittlungserfolge.(Foto: dpa)

Nach sexuellen Übergriffen in Köln: Polizei ermittelt gegen drei Verdächtige

Nach den massiven Übergriffen auf Frauen an Silvester vor dem Kölner Hauptbahnhof laufen laut NRW-Innenminister Ralf Jäger Ermittlungen gegen erste Verdächtige. Details will er nicht nennen, weil dies die schwierigen Ermittlungen gefährden könnte.

Nach den massiven Übergriffen auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht hat die Polizei offenbar drei Verdächtige ermittelt. Das sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. Festnahmen habe es jedoch noch nicht gegeben. Auch zu Details über die möglichen Täter wollte er sich zunächst nicht äußern, weil dies die schwierigen Ermittlungen gefährden könnte.

Derweil ist die Zahl der Strafanzeigen nach den sexuellen Übergriffen und Diebstählen auf mehr als hundert gestiegen. "Uns liegen knapp über hundert Anzeigen vor", bestätigte der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers dem Radiosender WDR 5. Darunter sei auch eine zweite Anzeige wegen Vergewaltigung. Bislang war nur ein Fall bekannt geworden, in dem wegen des Verdachts der Vergewaltigung ermittelt wurde. Festgenommen wurde noch niemand. Die Polizei hatte zuletzt wiederholt darum gebeten, dass sich weitere mögliche Opfer der Straftaten in der Silvesternacht melden.

Am Dienstag hatten den Ermittlern noch 90 Anzeigen vorgelegen. Nach den Vorfällen hatte die Kölner Polizei eigens eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Zunächst hatten aber keine genauen Kenntnisse über die Täter vorgelegen, die laut Augenzeugenberichten nordafrikanischer oder arabischer Herkunft gewesen sein sollen. Für den Nachmittag meldete derweil die rechte Partei Pro NRW auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz eine Versammlung unter dem Motto "Zuwanderergewalt lässt uns nicht kalt" an.

Auch auf der Hamburger Reeperbahn hatte es in der Silvesternacht Übergriffe auf Frauen und Diebstähle gegeben. Dort gingen nach Polizeiangaben bisher 27 Strafanzeigen ein. Laut Polizei lagen rund 50 Hinweise vor, die derzeit ausgewertet werden. Auch in Hamburg bat die Polizei darum, dass sich mögliche weitere Opfer und Zeugen bei den Ermittlern melden.

Quelle: n-tv.de

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